NORDENHAM - Ganz in Schwarz und Türkis gekleidet, erklommen die 16 Mitglieder der Band The Groove Department die Bühne der Jahnhalle. Es ging dort eng zu. Aber das hinderte die Musiker nicht daran, ein musikalisches Feuerwerk abzubrennen. Von Soul über Funk bis hin zu Rhythm & Blues reicht das Repertoire der Bigband.
Fast auf den Tag genau vor zwei Jahren haben sich die Musikstudenten der Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg zusammengetan. Schon ein Jahr später sorgten sie für Furore, als sie beim Festival Summerjazz den Jurypreis für die beste Bigband gewannen.
Das Trio an den Mikrofonen überzeugte nicht nur durch seine Stimmgewalt, sondern auch durch perfektes Entertainment. Egal wie eng es auf der Bühne war, getanzt wurde immer. Wenn es dem Sänger Link, der sich als „Bühnensau“ bekannte, dort zu eng wurde, dann ging es mitten im Publikum weiter.
Das Konzert war mit rund 90 Gästen eher spärlich besucht. Aber das Publikum kam auf seine Kosten. Die Besucher ließen sich nicht lange bitten und tanzten zur Musik mit.
Zu Hits von Joss Stone, Jamiroquai oder Wilson Pickett machten The Groove Department ihrem Namen alle Ehre. Beim Covern von Aretha Franklin und Stevie Wonder wähnten die Besucher sogar echte Weltstars auf der Bühne, so nah reichte das Gesangstrio stimmlich an die großen Vorbilder heran.
Gute zwei Stunden ging es mit Hit auf Hit weiter, ob mit „Diggin‘ on James Brown“ von The Tower of Power oder „Burning down the House“ vom Altmeister Tom Jones. Die 16 Musikerinnen und Musiker meisterten die Songs spielerisch. Dabei waren ausschließlich Musikstudenten am Werk. Ihr Durchschnittsalter liegt gerade einmal bei 25 Jahren.
Das Konzert war nicht nur ihr eigenes Geburtstagsständchen zum Zweijährigen, sondern auch der Beginn zur Tour 2011. Weitere Feuerwerke wird die Big Band im April in Cuxhaven und in Oldenburg abbrennen. Auch dort wird The Groove Department, wie in der Jahnhalle, nicht ohne Zugaben die Bühne verlassen.
