NORDENHAM - Sie haben vor 37 Jahren die Gründung des Kunstvereins Nordenham auf den Weg gebracht und sind aus der Kulturszene der Unterweserstadt kaum wegzudenken. Für dieses Engagement haben Gisela und Hinrich Bartels die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft verliehen bekommen. Die Auszeichnung nahm der Landtagsabgeordnete Björn Thümler als Vorstandsmitglied der Landschaft am Freitag vor.

Bei der Feierstunde in der Galerie Bartels an der Friedrich-Ebert-Straße machte Björn Thümler deutlich, dass die Ehrung eines Ehepaars selten vorkomme. Doch die Künstlerin Gisela Bartels und ihr Mann Hinrich, der auf verschiedene Art die bildende Kunst fördert, hätten diese Würdigung zweifellos verdient. „Sie haben dazu beigetragen“, sagte Björn Thümler, „dass Nordenham auf der Kulturlandkarte des Oldenburger Landes kein weißer Fleck mehr ist.“

Gisela Bartels (70) war von 1973 bis 2000 als Kunsterzieherin am Gymnasium Nordenham tätig. Daher gehörte auch Schulleiter Klaus-Dieter Laske bei der Ehrung zu den Gratulanten. Zudem waren der Kunstvereinsvorstand um die Vorsitzende Gesine Lohse und der Rechtsanwalt Jürgen-Christoph Gericke anwesend, der lange Zeit im Vorstand der Oldenburgischen Landschaft mitgearbeitet hatte.

Gisela Bartels stammt aus Berlin und hatte 1971 ihre erste Ausstellung in Bremen. Ihre Arbeiten sind von einer besonderen Surrealität geprägt. Linien und Farben verdichten sich zu Kreisen und Ornamenten und schließlich zu Gesichtern, die miteinander in Verbindung stehen. Zurzeit arbeitet sie an einem Beitrag für die Langlütjen-Ausstellung.

Eigentlich hätte Gisela Bartels die Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft bereits zu ihrem 70. Geburtstag im Oktober bekommen sollen. Aber aus organisatorischen Gründen klappte das nicht.

Der pensionierte Amtsrichter Hinrich Bartels (73) wusste bis gestern gar nicht, dass auch er ausgezeichnet wird. „Das ist eine schöne Überraschung“, sagte er. Neben dem Einsatz für den Kunstverein und das Werk seiner Frau hat er sich als Initiator der Stiftung Recht und Kunst verdient gemacht.