NORDENHAM - Öfter mal was Neues: Der Kunstverein Nordenham hat es sich bei seiner Jahreshauptversammlung am Sonntag im Alten Rathaus gemütlich gemacht. Die Tagung fand nicht mehr abends statt, sondern am späten Vormittag bei Kaffee und Kuchen. „Das wollen wir jetzt immer so machen“, fasst die Vorsitzende Gesine Lohse die Reaktion der 20 anwesenden Mitglieder zusammen.
Insgesamt zählt der Kunstverein 105 Mitglieder. Diese Zahl ist seit Jahren stabil – und der Verein ist durchaus zufrieden damit. Für verbesserungsbedürftig hält er aber seine Altersstruktur. Deshalb will er mit neuen Ideen vermehrt junge Menschen ansprechen.
Ein erster Schritt ist die Eröffnung einer Ausstellung mit Arbeiten von Zehntklässlern der Realschule I am nächsten Sonnabend, 14. März. Zusammen mit ihrer Kunsterzieherin Imke Gewinn hatten sie im vergangenen Jahr die Expressionismus-Ausstellung in Oldenburg besucht und ihre Erlebnisse künstlerisch verarbeitet. Die Ergebnisse sind im Alten Rathaus zu sehen.
Bereits im vergangenen Jahr hatte der Kunstverein in großem Stil mit Kindern zusammengearbeitet. Neben den zwei Ausstellungen „Künstler sehen Nordenham“ aus Anlass des 100-jährigen Bestehens der Stadt veranstaltete der Verein auch die Ausstellung „Kinder sehen Nordenham“. Knapp 150 Bilder wurden eingereicht, von denen eine Jury 79 für die Ausstellung auswählte.
Von diesen Bildern wiederum hat das Mitglied Gerd Schuchardt zwei Ansichtsbücher erstellt – eines ist im Alten Rathaus zu sehen, das andere wurde der Stadt überreicht. Wegen des großen Interesses wird überlegt, eine Blatt-Sammlung dieser Bilder zu erstellen.
Ein weiteres Projekt startet im April, wenn der Kunstverein das Amtsgericht Nordenham mit Bildern aus seinem Fundus ausstattet. Der Verein besitzt nach den Worten von Gesine Lohse etwa 250 Bilder. Wie viele auf den Fluren und in den Räumen des Gerichts Platz finden, wird sich beim Hängen zeigen.
Gut angelaufen ist das Langlütjen-Projekt, das Dr. Peter Klan betreibt. Wie berichtet, hat er Künstler aus dem Oldenburger Land und von der anderen Weserseite aufgerufen, sich mit allen Aspekten der Wattinseln Langlütjen I und II auseinander zu setzen. Zehn Künstler arbeiten bereits an Werken dazu.
Von Jürgen Müller-Dühring bis Gisela Bartels
