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Song-Contest In Nordenham Heißes Liebeswerben in der Wesermarsch

Nordenham - Nordenham kennt seine Identität: Es ist ein ruhiger, beschaulicher, grüner Ort, eine Industriestadt mit Charme und „Zukunft am Meer“, eine Hafenstadt, aber auch eine Kulturstadt mit quirligem Vereinsleben. Was Nordenham bislang allerdings noch fehlte, war ein Ohrwurm, der der Identifikation seiner Bürger mit „ihrer“ Stadt lautstark Luft macht. Ein Lied, das ihnen aus dem Herzen spricht und dieses Gefühl auch über die Grenzen der Wesermarsch hinausträgt – ein Lied für Nordenham.

Seit Sonnabend gibt es dieses Nordenham-Lied: „Da wo der Norden ist, da komm ich her. Gib mir die Hand und wir laufen zusammen durch meine Stadt, durch Nordenham“, heißt der Refrain des „Nordenham-Songs“ der Familienband Jasch.

Während der Endrunde des ersten Nordenhamer Song-Contests ist es als Sieger-Lied vor weit mehr als 600 begeisterten Zuhörern Open-Air bei schönsten Sonnenschein auf dem Nordenhamer Marktplatz ermittelt worden.

Die Stärke ihres Applauses wurde über eine Smartphon-App mit einem Applaus-o-meter gemessen. Jubeln, klatschen, trampeln, pfeifen sei erlaubt, Fußballtröten seien es nicht, hatte zuvor Ilona Tetzlaff Geschäftsführerin des Vereins Nordenham Marketing & Touristik (NMT) vorgegeben. Sie hatte den Lied-Wettbewerb im „Ab in die Mitte“-Projekt „Beziehungsweise Nordenham“ vorbereitet.

Die Moderation am Sonnabend übernahm Dettmar Neels. „Guten Morgen Nordenham,“ rief er Punkt 11 Uhr dem Publikum zu.

Qual der Wahl

Unter den 13 angemeldeten Songs hatte es wahrlich die Qual der Wahl. Insgesamt 60 Sänger waren angetreten. Die Jüngste war die dreijährige Jannike als Begleitung ihrer Mutter Frauke Kurzawski , der Älteste 91 Jahre alt (Mitglied des „Mottenchores“ der AWo-Seniorenwohnanlage).

Als ältester „Einzelkämpfer“ trat der 88-jährige Enno Wilkens an. Mit 74 Dezibel-Punkten auf dem Applaus-o-meter überrundete er sogar Lokalmatadoren wie die Ruhwarder Saitenhiebe oder den MGV Harmonie Einswarden.

Die Qual der Wahl war auch deshalb extrem groß, da die angesagten Nordenham-Songs verschiedenste Musikrichtungen repräsentieren, alle Lieder richtig emotional rüberkamen und sie durchweg ganz eigenen Charme versprühten.

So blieb es nicht aus, dass Anspannung und Nervosität, auf der Bühne zu stehen, selbst bei den „Profis“ spürbar waren. „Ich habe die Hosen gestrichen voll. Das glaubt ihr gar nicht“, gestand denn auch der junge Rapper Dominik Janßen (T.Kon). Kein Zweifel: er sprach für alle.

Zwar fanden die mehr als 600 Zuhörer während des dreieinhalbstündigen Song-Contest-Marathons durchaus ihre Favoriten, so richtig entscheiden mochten sie sich allerdings nicht: Philip Heyelmann und Ole Janßen alias PHOJ erhielten mit ihrem Bekenntnis „Wir sind Nordenham. Und wo wir sind ist oben. Und wer was anderes sagt, hat einfach gelogen“ ebenso viele Dezibel-Punkte wie Jasch. Beide hatten nur einen Deut Vorsprung vor dem Rapper T.Kon.

Dieses quasi Unentschieden spiegelte sich übrigens auch in den drei anderen Abstimmungen wider, die zu gleichen Teilen in die Endwertung einflossen (siehe gesonderten Bericht).

In dem Kopf-an-Kopf-Rennen siegte schließlich die Gruppe Jasch mit Margret Janssen, Lothar Schlesies, Marie und Lisa Schlesies-Janssen sowie Dennis Tosun.

Zweiter Platz für PHOJ

Citymanagerin Ilona Tetzlaff überreichte ihnen eine Trophäe und das ausgelobte Preisgeld in Höhe von 1500 Euro. Leer gingen aber auch die nachfolgenden Sieger nicht aus: Für PHOJ gab’s 300 Euro und für Antiblue3 200 Euro. 100 Euro für den vierten Platz teilten sich Enno Wilkens und T.Kon.

Die „Liebeslieder an Nordenham“, so City-Managerin Ilona Tetzlaff, werden demnächst übrigens in einem Tonstudio professionell bearbeitet. Die CD soll kurz vor Weihnachten auf den Markt kommen.

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