NORDENHAM - Zeitnah zum St. Martinstag gestaltet die katholische St.-Willehad-Gemeinde Nordenham seit 2001 ihren jährlichen Martinsbasar. Der Reinerlös soll auch in diesem Jahr dem Hilfswerk Misereor zukommen, um die verarmten Kleinbauern in den Trockengürteln des brasilianischen Nordostens zu unterstützen. Das Motto der Aktion lautet „Trotz Dürre leben“.

Am Wochenende gaben sich Hunderte von Besuchern ein Stelldichein im Pfarrheim an der St. Willehadstraße. Mit kleinen Geschenken erfreute Yvonne Ahlers die Leute am Eingang. „Diese kleinen Willkommensgeschenke haben zwei Gemeindeglieder zu Hause gebastelt. Es handelt sich um insgesamt 440 pyramidenähnliche Kartons, die Platz für jeweils eine Blumenzwiebel bieten“, beschrieb Yvonne Ahlers diese Geste.

Der Basar im festlich geschmückten Gemeindesaal bot der Besuchermenge in anheimelnder Atmosphäre ein geschmackvolles Angebot. Ausnahmslos selbst gefertigte Dinge waren speziell für den Martinsbasar vorbereitet worden. Dazu zählten Weihnachtsartikel wie Gestecke, Sterne oder Wichtelkränze, Kunsthandwerk, raffinierte Leuchten, Patchwork, Stofftaschen, Spielsachen, Holzarbeiten und individuelle Damenmode. Ein eigens eingerichtetes und stark frequentiertes Cafe am Rande des bunten Basartreibens lud zu Kaffee und Kuchen ein.

Im so genannten „Probierstübchen“ freute sich Sabine Eger über den gelungenen Basar: „Wir haben einen großen Zuspruch. Einiges ist bereits ausverkauft“, sagte sie. Zum Angebot gehörten beispielsweise Kürbis- und Quittenmarmelade sowie weitere Süßigkeiten.

Christine Gottwald kümmerte sich um die Besucher, die sich für Bücher und Gesellschaftsspiele interessierten. Sie freute sich über etliche Menschen, die in Büchern schmökerten sowie Karten und Kalender betrachteten. Jedes Jahr nutzt die Pfarrbücherei die Gelegenheit, sich zu präsentieren und den Besuchern neben einer großen Auswahl an Büchern für alle Altersgruppen auch die Neuerscheinungen aus vielen Wissensgebieten vorzustellen. Es handelt sich bei den Werken um Ausstellungsstücke, die in Augenschein genommen werden können. Wem die Schaustücke zusagen, der wendet sich ans Bücherei-Team. Die Mitarbeiterinnen nehmen die Bestellungen entgegen und ordern die Medien beim Borromäusverein mit Sitz in Bonn.

Pfarrer Erhard Bögershausen zeigte sich erfreut über die vielen ehrenamtlichen Helfer, die sich mit viel Mühe und Zeitaufwand für diesen Basar zur Verfügung gestellt hatten. „Entscheidend ist, dass das Zeichen der Hoffnung aufkommt und damit für die Menschen in den Dürregebieten Hilfe in Aussicht gestellt wird“, sagte Bögershausen und erwähnte, dass die Vorjahreserfolge hinsichtlich der Geldeinnahmen nicht unbedingt getoppt werden müssten. Die Helferinnen und Helfer sollten sich nicht unter Druck gesetzt fühlen, sondern sich darüber freuen, etwas zu bewegen.

Zum Abschluss des Basarwochenendes führten Mädchen und Jungen der St. Willehadschule am Sonntagnachmittag das Martinsspiel auf. Im Anschluss fand der Martinsumzug des Kindergartens St. Willehad statt.