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MUSIK Für Michael Ehré geht’s steil bergauf

ULRICH SCHLÜTER

NORDENHAM - NORDENHAM - Eingefleischten Fans der Scorpions ist der Name Uli Jon Roth ein Begriff. Der begnadete Gitarrist, Gründungsmitglied der Hardrocker aus Hannover, hat den Sound der Band bis zu seinem Ausstieg Ende der 70er-Jahre mitgeprägt. Am Mittwoch, 29. November, gastiert der Musiker in der Jahnhalle. Den Auftritt hat Michael Ehré in die Wege geleitet. Seit einem Jahr gehört der Nordenhamer Drummer zur Band.

Für den 35-Jährigen stellt der Gig in der Jahnhalle einen weiteren Höhepunkt in seiner Karriere dar. „Der Auftritt ist auch eine Referenz an mich“, sagt er selbstbewusst. Uli Jon Roth genieße nicht nur bei älteren Scorpions-Fans einen guten Ruf. Er sei vor allem in den USA ein gefragter Musiker. Von dem hohen Ansehen profitiert die Band, zu der Michael Ehré gehört.

Seinem Wunsch, als Berufsmusiker international Fuß zu fassen, kommt der Nordenhamer ein weiteres Stück näher. „Es läuft gut zurzeit“, merkt der Drummer an. Zusammen mit Uli Jon Roth wird beim Jahnhallen-Konzert ein weiterer Alt-Skorpion auf der Bühne stehen. Der Bassist Francis Buchholtz war bis zum Klassiker „Wind of Change“ Mitglied der Truppe. Mit dabei sind noch der Sänger Olaf Senkbeil und der Keyboarder Ferdy Dörnberg. Sie alle haben internationale Erfolge vorzuweisen.

Das Programm von Uli Jon Roth besteht zu einem großen Teil aus älteren Scorpions-Arrangements und Jimi-Hendrix-Coverversionen. Es werde sehr viel improvisiert, erzählt Michael Ehré. Auf Blickkontakt und Zuruf müsse man schnell reagieren. Bei welcher Rockband sei so etwas noch angesagt, fragt der Drummer. „Wir sind ein Fossil“, merkt er lächelnd an.

Noch im Frühjahr stand er bei der USA-Tornee in New York, Chicago und Los Angeles auf der Bühne. Dabei spielte er unter anderem mit dem Doors-Gitarristen Robin Krieger und Graham Bonnett von Rainbow zusammen – Uli Jon Roth machte es möglich.

Das Publikum kann sich nach den Worten des 35-Jährigen auf ein langes Konzert einstellen. Er verspricht rund drei Stunden Musik. Das sei Standard bei den Auftritten von Uli Jon Roth und Band. „Die Leute waren bisher immer gut drauf“, sagt er und freut sich bereits auf das Konzert in seiner Heimatstadt.

Das Konzert in der Jahnhalle bildet den Abschluss einer vierwöchigen Europatournee. Nach Auftritten in Schweden, Dänemark, Serbien – „Da war ich noch nie“, sagt der 35-Jährige – und Belgien spielt die Gruppe noch in der Schweiz, den Niederlanden und in einigen deutschen Großstädten. Die Lieder der Tournee werden für ein Live-Album mitgeschnitten, das im kommenden Jahr erscheinen soll. Ebenfalls geplant ist eine Studio-Einspielung.

Für Michael Ehré geht es seit einem Jahr steil bergauf. Es sei noch einiges drin, erzählt er. Neben seinen Aufritten zusammen mit Uli Jon Roth sitzt er ja noch bei der Heavy-Metal-Formation Metalium fest im Sattel. Er komponiert fast alle Stücke der Metallrocker. Eine Demo-DVD nahm er ebenfalls auf. Ein Musikmagazin hat Interesse bekundet und will der nächsten Ausgabe, die Anfang Oktober erscheint, einen Silberling mit einer mehrere Minuten langen Sequenz des Nordenhamer Drummers beilegen. „Auch der Zugriff auf meine Homepage steigt“, sagt Michael Ehré, der viermal in der Woche probt. Das Trommeln sei auch eine Frage der Kondition, betont der Nordenhamer Musiker.

Karten für das Konzert in der Jahnhalle am 29. November sind ab Montag, 2. Oktober, bei Nordenham Marketing & Touristik unter 04731/93 640 erhältlich.

seit dem 11. lebensjahr am schlagzeug

Seit 24 Jahren

sitzt Michael Ehré mittlerweile am Schlagzeug. Mit 18 begann er, sich professioneller seiner Passion zu widmen. Der 35-Jährige spielt begeistert Heavy Metal. Mit seiner Band Metalium tourt er Mitte Oktober in Spanien. Danach folgt der vierwöchige Trip mit Uli Jon Roth quer durch Europa.

Die Band spielt

meist in größeren Clubs mit bis zu 500 Zuhörern. Bei einem Konzert im vergangenen Jahr waren es 4000: Uli Jon Roth und Band traten zusammen mit Barclay James Harvest auf.
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