NORDENHAM - Fünf Mitarbeiter des Diakonischen Werks wollen das amerikanische Projekt „Community Organizing“ auch in Nordenham umsetzen. Unterstützt werden sie dabei von dem aus Florida stammenden Pastor Paul Cromwell. Bei dem Projekt handelt es sich um einen Zusammenschluss Einzelner, die in der Gemeinschaft etwas bewegen wollen.

Zunächst werden konkrete Probleme ermittelt. In einem zweiten Schritt wird nach Lösungsvorschlägen gesucht. Schließlich werden diejenigen, die die Möglichkeit haben, etwas zu ändern – etwa der Bürgermeister oder der Chef eines Unternehmens – mit möglichst vielen Betroffenen konfrontiert, damit sie sich gezwungen sehen, etwas zu unternehmen.

Die Sozialarbeiterinnen Maja Sleur, Karin Springer, Ingrid Korte, die Praktikantin Nele Müller und der Verkäufer der Wohnungslosen-Zeitung „Asphalt“, Detlef Dietel, haben im Tagesaufenthalt zwei Gruppen ins Leben gerufen. In der einen haben sich Wohnungslose, in der anderen Hartz-IV-Empfänger zusammengeschlossen, um gemeinsam nach einer Lösung für ihre Probleme zu suchen.

„Es ist wichtig, dass die Menschen sich selbst helfen, damit ihre Unabhängigkeit erhalten bleibt“, sagt Paul Cromwell. Maja Sleur sieht das ähnlich: „Die Eigeninitiative unserer Klientel ist zurückgegangen, deswegen ist es wichtig, die Wohnungslosen und andere sozial schwache Gruppen zur Selbstverantwortung zu bewegen.“

Das nächste Gruppentreffen ist für Donnerstag, 30. August, geplant. Es findet im Tagesaufenthalt statt und beginnt um 14 Uhr.