NORDENHAM - Abbehausen, Atens und Blexen, Einswarden, Esenshamm und Ellwürden – all diese Stadtteile kommen im neuen Oldenburgischen Ortslexikon vor. Das 573 Seite starke Werk ist ein Produkt der Arbeitsgemeinschaft Landes- und Regionalgeschichte der Oldenburgischen Landschaft, die sich am Montagnachmittag im Nordenhamer Museum getroffen hat.
Die Arbeit daran begann, als Professor Dr. Albrecht Eckhardt 1996 den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft übernahm. Eckhardt ist Herausgeber des Werkes, an dessen 1200 Artikeln mehr als 50 Historiker, Archäologen, Geografen, Pfarrer, Archivare, Bibliothekare und Museumsleute geschrieben haben. Auch Eckhardt selbst hat einige Abschnitte verfasst oder mitverfasst – beispielsweise den über Atens. Insgesamt kümmert sich aber Dr. Matthias Nistal um die Texte aus Nordenham, der als Nachfolger von Eckhardt Leiter des Staatsarchivs in Oldenburg ist.
In der Sitzung stellte Eckhardt das Werk vor, dessen erster Band die Buchstaben A bis K beinhaltet. Noch in diesem Jahr soll der zweite Band mit den restlichen Artikeln erscheinen. Darin werden auch Nordenham und Stadland – darum kümmert sich Dr. Karl-Heinz Ziessow vom Museumsdorf Cloppenburg – vorkommen. Es folgt ein dritter Band mit Literaturverzeichnis und Karten. „Gerade diese Arbeit ist sehr, sehr mühselig“, sagt Eckhardt.
Ein großer Artikel im ersten Band ist Butjadingen gewidmet. Auf etwa zehn Seiten schreiben Professor Dr. Peter Schmid, Dr. Johannes Ey und der Oldenburger Geograf Dr. Dietrich Hagen über Geschichte, Archäologie und Deichbau auf der grünen Halbinsel.
Diese Arbeitsgemeinschaft ist eine von 12 der Oldenburgischen Landschaft. Sie ist besonders stark wissenschaftlich geprägt und dient vor allem der gegenseitigen Information. Themen waren diesmal neben dem Ortslexikon die Museen Nordenham und Moorseer Mühle, vorgestellt vom Museumsleiter Dr. Timothy Saunders, und die Bilanz des Hauses Elsfleth des Schifffahrtsmuseums Brake nach einem Jahr, vorgestellt von der Leiterin Dr. Christine Keitsch.
