NORDENHAM - Während der Freitagabend beim diesjährigen Strandfest vor allem den Nordenhamer Nachwuchsmusikern gewidmet war, richtete sich das Programm am Sonnabend an alle Altersklassen.

Bereits am Vormittag machte die Gruppe Seewind den Anfang. Bärbel Supper (Akkordeon), Dominik Zurhold (Geige), Klaus Zurhold (Gitarre), Paul Baumann (Schlagwerk) und Christine Sassen-Schreiber (Flöten) spielten internationale Folklore. Dazu tanzte die Gruppe Lawai unter der Leitung von Frauke Kewer einige Tänze in niederdeutscher Tracht. Gegen Mittag spielten dann die Ruhwarder Saitenhiebe auf.

Zur selben Zeit präsentierten sich auf dem Platz vor der Bühne die Projekte der jetzigen LOS-Förderphase. Die Abkürzung steht für „Lokales Kapital für soziale Zwecke“ und beschreibt ein bundesweites Programm zum Abbau von Benachteiligungen. Der LOS-Koordinator für Einswarden und Kreisjugendpfleger Peter Büsching-Czerny betreut aktuell acht Projekte, wofür insgesamt 100 000 Euro zur Verfügung stehen. Unter anderem waren der Kinderschutzbund, das Refugium Wesermarsch und die Drogenberatungsstelle Rose 12 mit Informationsständen vertreten.

Am Abend ging es dann weiter mit Musik, diesmal von außerhalb: Die Sängerin Sammy Blues aus Bremerhaven machte den Anfang. Mit ihrer Band präsentierte sie traditionellen Bluesrock ohne viel Schnickschnack, musste jedoch auf ein größeres Publikum verzichten. Erst als die Hamburger Rock-Band The Maks & The Minors auf die Bühne trat, wurde es etwas voller. Knapp 80 Zuschauer befanden sich jetzt auf dem Areal am Weserstrand. Chris Henschel (Gitarre), Jakob Deimel (Piano), Max Kretzenbacher (Gitarre/Gesang), Niki Schliebs (Schlagzeug) und Artjom Feldtser (Bass) schlugen mit ihren kraftvollen, eingängigen Songs beim Publikum ein und fanden sich nach dem Ende des Konzertes auch schnell von einer Hand voll junger Damen umringt.

Es folgten zu späterer Stunde die Roaring Isettas, die mit einem guten Dutzend Coversongs der 60er und 70er Jahre an den Start gingen, darunter beispielsweise Stücke wie „Come Together“ (Beatles) oder „I Shot the Sheriff“ (Bob Marley). Zu diesem Zeitpunkt befanden sich jedoch nur noch wenige Zuschauer vor der Bühne. Die Gruppe Candy Noise aus Berlin musste vor weitgehend leerem Platz spielen.

Die Veranstalter zeigten sich dementsprechend enttäuscht, dass ihr Angebot so schlechte Resonanz erfuhr, zumal kein Eintritt erhoben wurde. Auch für das leibliche Wohl war wie am Vorabend gesorgt. Till Peplau, Vorsitzender des Jugendparlaments Nordenham, sprach sogar von einem „Armutszeugnis für die Stadt Nordenham“.