NORDENHAM - Nicht abgehoben, für jedermann verständlich, trotzdem oder gerade deswegen hochinteressant: Mit einer neuen Vortragsreihe will der Nordenhamer Kunstverein auch eine Zielgruppe ansprechen, die sich normalerweise nur selten in einer Kunstausstellung blicken lässt. Der pensionierte Kunstlehrer Norbert Neubert lädt zu einer Zeitreise durch die Kunst ein.
Der 64-Jährige, der bis 2008 am Nordenhamer Gymnasium unterrichtet hat, verspricht, dass in seinen Vorträgen niemand mit trockenen Fakten erschlagen wird. Er will vor allem auch ein junges Publikum begeistern. Und das ist ganz im Sinne von Gesine Lohse, der Vorsitzenden des Kunstvereins. Denn dem Verein fehlt der Nachwuchs.
Norbert Neubert will in vier Vorträgen die Geschichte der Kunst von den Anfängen bis in die heutige Zeit punktuell erfassen und darstellen, jedoch nicht in einer chronologischen Abfolge von Stilen und Epochen. Im Gegenteil: In Einzelanalysen und Vergleichen sollen sowohl Künstler als auch ihre Werke die jeweilige Zeitepoche dokumentieren.
Kunst ist für Norbert Neubert ein wichtiger Mittler zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart. „Sie gibt uns Aufschluss über das Leben der Menschen in früheren Zeiten bis hin in unsere Tage.“ Und so beschäftigt sich der Pädagoge mit der Kunst der Gegenwart ebenso wie mit der Höhlenmalerei vor 40 000 Jahren, die noch immer viele Geheimnisse und Rätsel birgt. Es geht um die Architektur des Mittelalters bis hin zur Renaissance. Wie konnten zu dieser Zeit Bauwerke geschaffen werden, die heute mit modernster Technik kaum möglich wären? Dieser und vielen weiteren Fragen geht Norbert Neubert auf den Grund. Und natürlich beschäftigt er sich auch mit der Abstraktion in der Kunst, die bei vielen Menschen Verwirrung, manchmal sogar Abscheu stiftet. Mit dem Angebot an alle Altersgruppen will der 64-Jährige das Wissen der Teilnehmer erweitern und helfen, Schwellenängste zu überwinden. „Denn Kunst ist und war schon immer ein Teil der Bildungslandschaft“, sagt Norbert Neubert
Die Vorträge finden jeweils dienstags am 29. September, 17. November, 3. Februar und 13. April ab 19.30 Uhr im Alten Rathaus statt. Bei Interesse möchte der Referent auch Exkursionen anbieten.
