Nordenham - Während sich in anderen Städten erst in den letzten Jahren ein regelrechter Hype um das edle Getränk aus Gerste und Wasser entwickelt hat, kann Nordenham schon auf eine kleine Whisky-Festival-Tradition zurückblicken. Bereits zum sechsten Mal fand am Sonnabend im Güterschuppen die Veranstaltung rund um das flüssige Gold statt.

Die Veranstalter Oliver Morawietz und Georg Vorwerk berieten die Gäste gerne. Doch es blieb die Qual der Wahl angesichts der rund 60 Whisky-Sorten, die angeboten wurden – darunter Spezialitäten, die im freien Handel nicht zu haben sind, wahre Oldtimer und Raritäten.

Die Möglichkeiten, bei der Auswahl der Zutaten und im Reifungsprozess zu variieren, sind beim Whisky nahezu unbeschränkt. Eben diese Vielfalt ist es, die den Whisky-Experten Oliver Morawietz nach wie vor so sehr beeindruckt. Es gibt beim Whisky, den die Schotten das Wasser des Lebens nennen, tatsächlich um die 60 000 Variationen. Bei dem Nordenhamer entbrannte die Leidenschaft für den edlen Tropfen vor nunmehr 21 Jahren – woraufhin Oliver Morawietz bald zum ersten Mal nach Schottland reiste, um nicht nur Land und Leute, sondern auch die Whisky-Destillerien kennenzulernen. Sein Lieblings-Whisky entsteht übrigens in der Destillerie Ardbeg und ist gekennzeichnet von einer besonders torfigen und rauchigen Note.

Die Idee, in Nordenham ein Whisky-Festival zu etablieren, hatten Oliver Morawietz und sein Mitstreiter Georg Vorwerk bereits vor zehn Jahren. Das Konzept ist, wie sich am Wochenende erneut zeigte, aufgegangen. Zumal nicht nur Whisky-Fans an der richtigen Adresse sind. Ausgeschenkt wird nämlich auch das irische Guinness-Bier, das seit 1759 gebraut wird. Für Markus Scharrer, der in Dublin studiert hat und immer noch ein großer Irland-Fan ist, war das am Samstag natürlich ein Muss.

Abgerundet wurde die mit rund 100 Gästen gut besuchte Veranstaltung durch den Auftritt der Nordenhamer Irish-Folk-Band Ceol Agus Craic. Hier ist der Name Programm. Ceol Agus Craic ist gälisch und steht für Musik, Drinks und Spaß. Mit der Hymne „God save Ireland“ begannen Rainer Torkel (Gesang, Gitarre), Lothar Schlesies (Gitarre, Banjo, Gesang), Margret Janssen (Flöte, Bass, Gesang), Gunda Voller (Akkordeon, Gesang) und Tina Thümler (Gesang, Flöte) ihr Programm. In dessen weiterem Verlauf hatte man glatt das Gefühl, nicht länger im Nordenhamer Güterschuppen, sondern mitten in einem irischen Pub zu sein.