NORDENHOLZ - Viele Menschen in der Gemeinde Hude haben am Wochenende die Gelegenheit genutzt, eines der Osterfeuer in der Umgebung zu besuchen. Dank der milden und trockenen Witterung war der Andrang zum Teil beträchtlich. Bei sonnigem Frühlingswetter gab es gut besuchte Osterfeuer z.B. in den Ortschaften Wüsting, Oberhausen, Maibusch, Pfahlhausen, Steinkimmen, Hurrel. Im Gegensatz zum verregneten letzten Jahr brannten die verbliebenen Weihnachtsbäume und das trockene Gartengehölz lichterloh. Bei den größeren Feuern, wie beispielsweise in Nordenholz, waren vorsorglich Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr anwesend und sorgten dafür, dass alles mit der gebotenen Sicherheit von statten ging.
Die Tradition des Osterfeuers stammt von heidnischen Frühlingsfeuern ab. Als weltliche Volkssitte ist das Osterfeuer seit 1559 bezeugt. Früher galten die Feuer als Kult zur Sicherung der Fruchtbarkeit, des Wachstums und der Ernte der Menschen. Später verloren diese Aspekte an Bedeutung, von da an verabschiedeten die Menschen mit den Osterfeuern lediglich den Winter.
Historiker erkannten Anfang des 20. Jahrhunderts, dass Brandgrubenplätze der jüngeren Bronze- und der Eisenzeit viele Gemeinsamkeiten aufweisen: sie liegen erhöht im Gelände, meist auf Höhenzügen oder Kuppen, jedoch nicht in der Nähe von Wohnplätzen.
