NORDLOH - Die Akteure auf der Bühne zeigten durchweg gute Leistungen. Das Theaterstück kam beim Publikum gut an.
Von Hans Passmann
NORDLOH - Seit Wochen und Monaten wurde von der „Tanger Speelköppel“ im Gasthof Delger in Nordloh für das plattdeutsche Theaterstück „Albert de is schuld dor an“ geprobt.Gekennzeichnet ist die Aufführung der „Speelköppel“ von herzhaftem Humor und nostalgischem Charme. In der guten Stube des Sägewerksbesitzers Martin (Torsten Taute) spielt das unterhaltsame Lustspiel. Der steht vor dem größten Tag in seinem Leben, der Hochzeit mit Liesel (Anja Ehlers), Tochter des Mühlenbesitzers Holger (Heinrich Frerichs). Doch der „große Tag“ für Martin gerät in Gefahr als seine Exfreundin Minna (Monika Eickhorst) plötzlich bei ihm in der Wohnstube auftaucht. Von seinem „wilden“ Vorleben darf Schwiegermutter Renske (Hildegard Junker) schließlich nichts wissen. Zum Glück trudelt zur Hochzeit auch Martins Freund Albert (Ralf Hasselder) ein. Er soll Minna so zusagen „übernehmen“. Alles scheint sich zum Guten zu wenden, als plötzlich Alberts Frau Gesche (Sarah Thomßen) auftaucht. Nun ist das Durcheinander im Hause des Sägewerksbesitzers perfekt. Martin weiß nicht mehr weiter. Nun muss Simon, Großbauer und Bürgermeister (Gottlieb Hasselder), einspringen und die Situation
retten.
Die „Tanger Speelköppel“ tritt noch einige Male auf. Die Rolle der resoluten Schwiegermutter Renske ist Hildegard Junker vorbehalten, und sie spielt ihren Part wieder perfekt. Als „alter Bühnen-Hase“ trifft sie genau den richtigen Ton, irgendwo in der Mitte zwischen freundlich und bestimmend resolut. Auch die Debütantin, die erst 17-jährige Sarah Thomßen, überzeugte. Trottelig, schüchtern und naiv brachte Siegfried (Holger Baumhöfer) seine Rolle rüber und gab dem Stück so die richtige Würze. Zur Höchstform lief in diesem Lustspiel auch Torsten Taute auf. Der Laiendarsteller hatte die Hauptrolle, und die meisterte er „meisterlich“.
