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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Diakonie: Normalität beim gemeinsamen Essen

24.12.2011

DELMENHORST Teil einer Gemeinschaft zu sein und Zusammengehörigkeit empfinden – das sind laut Katrin Radtke die zentralen Ziele, die bei der Weihnachtsfeier in der Diakonie erreicht werden sollen. Die Leiterin des Tagesaufenthalts für Wohnungslose in der Willmsstraße hat am Donnerstag gemeinsam mit vielen anderen Mitarbeitern ein traditionelles Weihnachtsessen organisiert. „Wohnungslose sollen hier, wo sie niemand stigmatisiert, ein Stück Normalität erleben“, so Radtke.

65 Teilnehmer

Dafür wurden wie jedes Jahr seit den 90er Jahren Tische und Stühle verrückt, Essen gekocht und Weihnachtstüten vorbereitet. Rund 65 Teilnehmer hatten sich angemeldet. Das sei auch die absolute Kapazitätsgrenze. „Wir sitzen jedes Jahr sehr kuschelig zusammen“, erzählt Radtke. Die Aktion werde immer sehr gut angenommen.

„Die Teilnehmer finden hier einen geschützten Raum, abseits aller Vorurteile. Hier können sie sich so wie ein Teil aller anderen fühlen“, sagt Corinna Schiller, Mitarbeiterin und Pädagogin. Die Feier erlebe sie selbst als ein ganz normales Weihnachten.

Damit auch die richtige weihnachtliche Atmosphäre herrscht, wird immer ein traditionelles Essen gekocht. In diesem Jahr gab es Rouladen mit Rotkohl und Klößen. Aber auch der Nachtisch sollte nicht fehlen. Darüber hinaus gab es noch für jeden Teilnehmer als kleine Aufmerksamkeit eine Weihnachtstüte.

Diese enthielten lebensnahe Dinge wie Rasierer, Duschgel, Kaffee und Weihnachtsgebäck. „Die Tüten konnten wir dank zahlreicher Spenden zusammenstellen“, sagt Schiller. Und auch Radtke betont, dass dies ohne die große Spendenbereitschaft nicht möglich gewesen wäre.

Zeichen setzen

„Die Tüten sollen zudem ein Zeichen der Wertschätzung sein“, sagte Klaus Seibt, Geschäftsführer des Diakonisches Werks Delmenhorst/Oldenburg-Land. „Viele Teilnehmer haben ihren Kopf schon in den Sand gesteckt. Hier erlangen sie ein Stück Würde zurück.“ Behilflich ist dabei auch die Neue Arbeit Delmenhorst unter der Geschäftsführung von Klaus Puschmann. Seit einem Jahr teilen sich die beiden Einrichtungen den Arbeitsplatz.

Laut Radtke herrscht bei der Feier auch immer eine besondere Atmosphäre. „Die Teilnehmer sind aufgeregt und freuen sich“, berichtet die Leiterin. Für sie ist es aber auch komisch, nach so einem Tag nach Hause zu gehen. „Für unsere Teilnehmer ist Weihnachten quasi vorbei. Sie versuchen jetzt, das Wochenende rumzubringen“, erzählte Radtke. „Für mich geht Weihnachten aber erst richtig los. Solche Dinge zeigen die Kehrseite der Gesellschaft.“

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