Bethen - Eigentlich sollte die Geschichte nur ein Geschenk für ihre Englischlehrerin werden. Doch Monika Frerichs aus Bethen hat es nicht bei einer Geschichte belassen, sondern gleich ein ganzes Buch geschrieben.

Alexandra Grave, die Monika Frerichs dabei half, ihre Englischkenntnisse zu verbessern, war begeistert von den Geschichten, die ihre „Schülerin“ ihr zeigte. Sie schenkte ihr ein leeres Notizbuch, dass sie mit Ideen füllen sollte. Das tat die Betherin dann auch. Die Geschichten wollte sie eigentlich ihrer Lehrerin vermachen. Doch die vierfache Mutter und Großmutter fand großen Spaß am Schreiben, und so entstand das Kinderbuch „Lottis größter Wunsch“.

Das Buch erzählt von Lotti, die gemeinsam mit ihren Eltern und ihrem Hasen Hoppel in einem Haus lebt. Dann ist da noch Herr Sögel mit seinem Hund Doc, den Lotti fast jeden Tag ausführt. Ihr sehnlichster Wunsch zu Weihnachten ist ein eigener Hund, doch ihre Mutter ist dagegen. Plötzlich erkrankt Herr Sögel, alles kommt anders als geplant.

Auf die Idee kam sie durch ihre Enkelin Lotta, ihr hat Monika Frerichs das Buch auch gewidmet. Schwer gefallen sei ihr das Schreiben nicht besonders. „Natürlich habe ich nicht kontinuierlich daran gearbeitet“, erklärte sie. Manchmal habe sie auch einen ganzen Monat nichts geschrieben. „An manchen Tagen dagegen saß ich stundenlang am Computer.“

An Ideen mangelt es Monika Frerichs durchaus nicht. Wenn sie sich nicht von ihren Enkeln inspirieren lässt, dann sammelt sie ihre Einfälle auf langen Spaziergängen. Schwer gefallen sei ihr allerdings die Suche nach einem Verlag. Rainer Habermann, Betreiber der Gaststätte „Haus Maria Rast“ in Bethen und guter Bekannter der Autorin, brachte sie auf die Idee, ihr Manuskript dem Geest-Verlag zu zeigen, der das Buch bereits kurz vor Weihnachten auf den Markt brachte. Für die Buchpremiere stellt Habermann der Autorin zudem an diesem Sonnabend um 15 Uhr seine Räumlichkeiten zur Verfügung. Der Eintritt zu dieser Lesung ist frei.

Weitere Bücher plant die Betherin bisher noch nicht. „Das ergibt sich wahrscheinlich ganz spontan. Auch wenn mir das Schreiben Spaß macht, ich möchte mich selbst nicht unter Druck setzen, indem ich jetzt schon ein neues Buch ankündige“, verrät sie.