Wüsting - Liegt es an seiner originellen Bühnenkluft mit Kuhmuster? Oder daran, dass er nach eigener Einschätzung „ganz gut labern und lustig sein kann“? Auf jeden Fall scheint der Name von Matthias „Mazze“ Schoon in den Notizblöcken von TV-Produktionsfirmen dick unterstrichen zu sein. Mit seiner Band „United Four“ stand der Sänger und Bassist bereits in der RTL-Show „Das Supertalent“ vor der Kamera, zweimal war der 42-jährige Wüstinger schon als Kandidat mit einem Musikerkollegen zu Gast bei Jörg Pilawas Quizsendungen. Und nun wieder: An diesem Freitag ist Schoon ab 18.50 Uhr im Ersten in der von Dieter Nuhr moderierten ARD-Rateshow „Null gewinnt“ zu sehen. Gemeinsam mit Schlagzeuger Andreas „Schüttie“ Schütte versucht er, sich gegen zwei weitere Kandidatenpaare durchzusetzen.
„Null gewinnt“ ist nicht nur Quiz-Titel, sondern auch das Prinzip der Sendung. Dabei gilt es, auf Wissensfragen „Antworten zu finden, die ein bisschen daneben sind, die einem nicht gleich in den Kopp kommen“, wie es Quizmaster Nuhr erklärt. Da wird zum Beispiel nach dem unbekanntesten deutschen Fußballmeister seit Einführung der Bundesliga gefragt. Wer sich auf die Antwort festlegt, die von zuvor einhundert befragten Bürgern am seltensten genannt wurde, erhält die geringste Punktzahl und gleichzeitig einen Bonus von 1000 Euro; damit dürfte das Kandidatenpaar gute Aussichten haben, ins Finale einzuziehen, um dort um 10 000 Euro zu spielen.
Um sich an diesen Modus, der die bislang üblichen Ratespiele auf den Kopf stellt, zu gewöhnen, haben sich Mazze und Schüttie intensiv vorbereitet. Zunächst einmal hatten sie ein Telefoncasting zu überstehen, dann mussten sie im Kölner Aufnahmestudio ein Vorcasting gewinnen. „Das ging relativ locker“, berichtet Mazze. Die endgültige Aufzeichnung der Show fand bereits am 22. Mai in der Domstadt statt. Ob es Mazze und Schüttie aufs Siegertreppchen geschafft haben, dürfen sie vor der TV-Ausstrahlung nicht verraten, nur so viel: „Es war mega-schwer“, gesteht Mazze. Das hängt natürlich auch mit der Nervosität zusammen, die sich – trotz aller Bühnenerfahrung – einstellt, wenn in einem Fernsehstudio alle Scheinwerfer und Augenpaare auf einen gerichtet sind. „Ich konnte kaum mein Wasserglas halten, so sehr haben meine Hände gezittert“, gesteht der 1,92-Meter-Hüne.
Unabhängig vom Erfolg sei es ein angenehmer Tag gewesen, bilanziert Mazze. Dieter Nuhr sei ein „sehr sympathischer Typ“, Schiedsrichter Ralph Caspers (bekannt aus „Die Sendung mit der Maus“) beinahe noch „cooler“. Und was die beiden Vollblutrocker am meisten beeindruckt hat: „Es gab zum ersten Mal Bier im Backstage-Bereich.“
