Ganderkesee - Mitten im Ort, gut 450 Meter von der St. Cyprian- und Corneliuskirche entfernt: Das neue Pfarrhaus am Kornblumenweg 12 hat „eine tolle Lage“, befand Pastorin Susanne Bruns, Vorsitzende des Gemeindekirchenrates der Evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde. Alle seien froh, dass dieses Haus gebaut werden konnte.

Gemeinsam mit Handwerkern, Nachbarn und Vertretern der Kirchengemeinde, darunter die Pastoren Uta Brahms und Michael Kalisch, wurde am Freitagnachmittag Richtfest gefeiert. Die stellvertretende Bürgermeisterin Christel Zießler vertrat Rat und Verwaltung. Nach alter Tradition zog die Gruppe mit Richtkranz einmal um das Gebäude mit seinen gut 185 Quadratmetern Nutzfläche, musikalisch begleitet von Inge von Seggern am Akkordeon.

„Mit Eifer und bedacht wurde dieses Werk vollbracht“, rief Zimmermeister Hans-Hermann Otte von der Firma Grotelüschen und Hallo (Neerstedt), ehe das Glas zerschellte. Erst am 8. Mai sei die Grundplatte gegossen worden, berichtete Bauleiter Franz Lübbe von der Schüttke-Haus-Bau Projektentwicklung GmbH. Das Niedrigenergiehaus habe eine Entlüftungsanlage und eine besonders gute Dämmung. Zu den sieben Räumen gehört ein gut 18 Quadratmeter großes Amtszimmer. Die Gemeinde plant mit Kosten von 430 000 Euro. Die Kosten für die Sanierung des alten Pfarrhauses in Falkenburg, in dem Pastor i.R. Reinhard Arndt mit Familie gewohnt hat, wären höher als der Gebäudewert gewesen, sagte Bruns. Daher sei das Haus in Falkenburg verkauft worden (die NWZ  berichtete).

Von dem neuen Pfarrhaus am Kornblumenweg zeigte sich auch Pastorin Uta Brahms angetan. Sie möchte im Herbst dort mit Ehemann Jan-Rainer Brahms und Sohn Tammo (4) einziehen. Voraussetzung ist allerdings, dass der Gemeinsame Kirchenausschuss der Berufung der 41-jährigen Theologin zustimmt. Der Gemeindekirchenrat hatte sich (wie berichtet) einstimmig dafür ausgesprochen, dass Brahms die vakante Pfarrstelle 4 erhält. Ihren künftigen Arbeitsplatz könnte sie dann zu Fuß erreichen. In ihrer alten Gemeinde müsse sie oft mit dem Auto fahren.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent