NUTTEL - Erstmals fand in dem Betrieb ein Konzert statt. Immerhin mehr als 80 Zuhörer kamen und erlebten einen gelungenen Abend.

von frank jacob

NUTTEL - Neue Wege hat die Bioland-Gärtnerei herb's in Nuttel am Sonnabendabend betreten – und das mit Erfolg. Erstmals fand in dem Betrieb ein Konzert statt. „Das haben wir uns immer gewünscht, aber nie gewusst, ob es funktioniert“, meinte Inhaber Herbert Vinken, als er die Gäste begrüßte. Dann ließ er den Blick durch die zur Musik-Scheune umfunktionierte Pack-Scheune schweifen und fügte hinzu: „Aber der Laden ist voll.“

Mehr als 80 Zuhörer wollten das literarisch-musikalische Rosenprogramm mit dem Titel „Als Allerschönste bist du anerkannt…“ hören. Den literarischen Bestandteil bildeten die von Antje und Martin Schneider ausgewählten und gelesenen Texte. Musikalisch kommentiert wurde das Programm von Gabriele Müller (Klavier) und Tanja Schwarze (Violine).

Martin Schneider wurde 1938 in Merseburg geboren und studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Halle. Seine Frau Antje stammt aus Finsterwalde und hat eine Buchhändlerlehre absolviert. Gemeinsam mit ihrem Gatten hat sie bereits viele literarisch-musikalische Programme kreiert.

Pianistin Gabriele Müller studierte an der Berliner Hochschule für Musik und legte 1981 das Staatsexamen Klavier ab. Diplome erhielt sie für Musikpädagogik und Musiktheorie. Tanja Schwarze wirkte bereits in vielen Orchestern mit. Sie studierte zunächst an der Musikhochschule Lübeck, später in Berlin. Dort gilt sie als unentbehrliches Mitglied zahlreicher Kammerensembles.

Die Rose gehört sowohl dem religiösen als auch dem weltlichen Bereich an. Sie ist das Symbol für Maria und für Aphrodite. In ihrem Bild wird das begehrte Mädchen, die geliebte Frau gefeiert. Während das botanische Interesse besonderen Exemplaren galt, widmeten sich Dichter nur selten einer bestimmten Rose oder Spezies. In der zeitgenössischen Lyrik, so die Künstler, scheine die Rose die Schriftsteller heute weniger zu inspirieren.

Im Anschluss an den gelungenen Abend lud Herbert Vinken zu einem Rundgang durch die Bioland-Gärtnerei ein. Dort stellte er den Besuchern verschiedene, am Abend duftende Pflanzen vor.