OBERHAUSEN - Tief „Daisy“ versuchte am Sonnabend zwar mit allen Mitteln, sich in den Vordergrund zu spielen, doch der abendlichen Premiere des neuen Stücks der Theatergruppe des Wöschenlanner Heimatvereens konnte das Wetter nicht wirklich schaden. Trotz aller Unbilden war der Saal des Gasthauses „Zur Krone“ in Oberhausen mit rund 130 Zuschauern fast bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Resonanz spornte die Akteure an: Sie rissen mit der plattdeutschen Komödie „Un wer küsst mi?“ ihr Publikum von Anfang an mit. Alle Rollen waren gut besetzt, und so folgte ein Lacher dem anderen.
Zum Inhalt: Vier mehr oder weniger junge Damen mieten sich ein Appartement mitsamt Diener, um sich einen Millionär zu angeln. Diener Jean (Werner Kunst) hat alle Mühe, die zwar heiratswilligen, aber auch etwas eigenwilligen Damen auf Trab zu bringen. Ob Kleidung, Laufstil oder Wissen – überall’ haben die vier Frauen Nachholbedarf. All’ sein Bemühen, dem Quartett etwas beizubringen, zog eine Verwicklung nach der anderen mit sich. Das Publikum amüsierte sich köstlich.
Lisa (Marita Würdemann), Tütü (Christa Bley), Mona (Bianca Junker) und Magi (Sabine Haje) spielten ihre Rollen überaus gekonnt. Turbulent wurde es mit dem Auftritt des schwulen „Millionärs“ Waldemar (Waldi) von Höschen (gespielt von Christian Carstens). Carstens ging voll in seiner Rolle auf, da blieb kein Auge trocken. Ob im kurzen Nachthemd oder rosa Schlafanzug und Bademantel – wenn „Waldi“ die Bühne betrat, hatte er schon die Lacher auf seiner Seite.
Doch auch die anderen Akteure, „Tankwart“ Anton Diesel (Uwe Schlötelburg) oder „Einbrecher“ Henry van Eyk (Ingo Lange), wussten zu überzeugen. Dafür, dass keiner den roten Faden verlor, sorgte Harry Würdemann als Souffleur.
Insgesamt war es eine sehr gelungene Premiere mit hohem Spaßfaktor, die Appetit auf die noch ausstehenden Aufführungen macht.
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