OFEN - Ein musikalischer Wind wehte durch die Ofener Kirche als die Ammerländer Jagdhornbläser am Freitagabend mit mächtigem Klang ansetzten. Auf voll besetzten Bänken lauschten die Besucher gespannt der imposanten Einleitung zur Hubertusmesse. Vor dem Altar hatten sich die Parforcehornbläser der Gruppe „Les Trompes du Val du Rhin“ aufgereiht. Abwechselnd fesselten die „roten“ und die „grünen“ Bläser die Gemeinde für die Dauer von gut einer Stunde mit Melodien aus der französischen Hubertusmesse. Der Klang der ventillosen Jagdhörner ist einzigartig und wurde in der herbstlich geschmückten Ofener Kirche wieder zu einem besonderen Erlebnis.
Pfarrer Jann Weinrich gab in seiner Predigt einen Rückblick auf den Namensgeber der Messe, den Heiligen Hubertus, Schutzpatron der Jagd, und die Bedeutung der Legende in heutiger Zeit. „Schonzeiten gelten nicht nur für Tiere, nein auch für uns Menschen sind diese wichtig, finden wir doch darin die Kraft für neue Aufgaben“.
Der Hegering hatte die Kirche wieder in einen Wald verwandelt. Nach dem Gottesdienst brachten die Bläser vor der Kulisse der beleuchteten Kirche noch weitere Stücke zu Gehör, für die Gäste gab es Punsch. Der Abend dient nicht zuletzt auch dem Wiedersehen mit Freunden und Bekannten und ist somit ein wichtiger Bestandteil der Pflege der Gemeinschaft vor dem Hintergrund eines christlichen Lebens- und Naturverständnisses.
