OFENERDIEK - Die Ev. Kirche in Oldenburg erweitert ihr Missionarisches Zentrum. Junge Erwachsene wohnen hier jeweils ein Jahr lang.

von annika richter

OFENERDIEK - Für Christoph Onken steht fest: „In Zeiten der Stellen- und Gehaltskürzungen und sonstigen Einschränkungen freue ich mich, dass unsere Gemeinde ein kleines Zeichen der Ermutigung und des Aufbruchs setzen kann“, sagt der Pfarrer der Ev.-luth. Kirche in Oldenburg. Grund der Freude ist die Erweiterung des Missionarischen Zentrums (MZ), das seit 1. Januar an die Missionarischen Dienste im Diakonischen Werk der Gemeinde angebunden ist.

Bisher war dieses im alten Bauernhaus der Gemeinde untergebracht. Seit 1987 dient es als Freizeit- und Begegnungsstätte. Dort finden Konfirmanden- und Jugendfreizeiten statt, aber auch Workshops für Erwachsene. Doch das Besondere ist die vierköpfige Hausgemeinde, die jeweils für ein Jahr dort wohnt und aus jungen Erwachsenen besteht, die den Zivildienst oder ein Diakonisches oder Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren. Mit Hilfe von vielen weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern wollen sie andere Menschen zum Glauben einladen und sie mit ihm vertraut machen. Gleichzeitig leben sie ihn im MZ vor. Auf Wunsch bieten sie auch Andachten und Hilfe bei der Planung von Freizeiten an.

Geleitet wird das Haus von Diakon Herbert Lantrewitz und der zweiten Diakonin Katharina Schneider. „Zur Zeit wird das Angebot unseres Hauses stark genutzt. Unsere Räumlichkeiten sind aber sehr beschränkt. Durch die kleinen Zimmer mit den Doppelstockbetten sind wir auf die Kinder- und Jugendarbeit festgelegt“, berichtet Onken.

Doch nun konnten nötige Reparaturen am Flachdach des benachbarten Gemeinde-Kindergartens genutzt werden, um das Gebäude aufzustocken und das MZ zu erweitern. „Wir haben viele Spenden erhalten, die uns den Ausbau ermöglichten. Dafür sind wir sehr dankbar“, strahlt der Pfarrer. „Durch die neuen Räumlichkeiten können wir auch unsere Angebotspalette erweitern. Für uns bedeutet das eine konzeptionelle Bereicherung. Endlich können hier auch Erwachsenen-Freizeiten veranstaltet werden.“ Auch die Hausgemeinde kann aus ihren beengten Verhältnissen in eine eigene Wohnung im Neubau ziehen.

Am 8. Mai wird das erweiterte MZ mit einem Gottesdienst Spezial eingeweiht. Im Anschluss wird im MZ ein Empfang mit Brunch und einer Besichtigung stattfinden. Onken erklärt: „Wir wollen auch weiterhin viele positive Impulse aussenden.“