Berlin - Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat vor einer weiteren Verzögerung beim Freiheits- und Einheitsdenkmal in Berlin gewarnt. „Ich hoffe, dass wir das Denkmal 2015 einweihen können. Das ist aber schon nach heutigem Stand ein ehrgeiziger Wunsch“, sagte die CDU-Politikerin.

Derzeit stockt das Projekt in der historischen Mitte Berlins nach Angaben von Grütters wegen drei offener Fragen. So sei die Zukunft der im Sockel lebenden Fledermäuse noch nicht abschließend geklärt. Zudem gebe es unterschiedliche Auffassungen, was mit den Mosaiken aus der Kaiserzeit geschehen solle, die im Sockel entdeckt wurden. Und schließlich sei über den behindertengerechten Zugang zum Denkmal noch nicht endgültig entschieden.

„Wir hoffen, dass Berlin mit uns die noch offenen Fragen jetzt zügig klärt. Alles andere führt zu Verzögerungen oder zu Kostensteigerungen“, sagte die Staatsministerin.

Der Bundestag hatte schon 2007 den Bau des Einheitsdenkmals beschlossen. Es soll als „nationales Symbol“ an die friedliche Revolution in der DDR 1989 und an die Wiedergewinnung der Deutschen Einheit erinnern. Nach einem gescheiterten ersten Wettbewerb soll es nun nach einem Entwurf des Stuttgarter Designers Johannes Milla und der Berliner Choreografin Sasha Waltz am Standort des früheren Kaiser-Wilhelm-Denkmals am Schlossplatz entstehen. Waltz ist aus dem Projekt inzwischen ausgestiegen.