OHMSTEDE - Welche Straße in Oldenburg kann schon von sich behaupten, einen eigenen Festplatz und eine eigene Band zu haben? Der Waterender Weg. Am Sonntag eröffneten die Anlieger den von ihnen hergerichteten Dorfgemeinschaftsplatz. Dazu spielten die Waterend Jazzmen.
Feierlich wurde das Areal auf den Namen „Freels Eck“ getauft. Der Grund: Das Gelände an der Ecke Waterender Weg/Morgenweg gehört einerseits zum größten Teil der Familie des im vergangenen Jahr verstorbenen Dirk Freels, andererseits liegt gleich gegenüber auch der frühere Freels-Hof – ein Anwesen mit langer Geschichte. Es gehörte einst zu den sechs „Hausleuten“ in Waterende. Der Hof wurde 1428 erstmals urkundlich erwähnt als „Vredeldes Hus to Omstede“.
Zusammen mit ihrer Tochter Wiebke Langer enthüllte Liesel Freels am Sonntag feierlich das Namensschild am Ahornbaum. Darauf zu sehen ist die so genannte Hausmarke des Freels-Hofes: ein Kreis mit einem Kreuz.
„Ich kann nicht verhehlen, dass ich ein bisschen stolz bin“, sagte auch Liesel Freels Schwager Heiko. Mit seinen Mitstreitern von den Waterend Jazzmen spielte er zur Feier des Tages auf. Für die Formation war eigens ein Podest aufgebaut worden. „Wenn wir noch eine Konzertmuschel montieren, dann können wir hier Kurkonzerte veranstalten“, sagte der Musiker lachend.
Auf die Idee, hier einen Treffpunkt für die Waterender einzurichten, sei Anwohner Dirk Addicks gekommen, lobte Freels. Und alle hätten sofort mitgezogen und angepackt. „Aus dieser Rumpelecke ist ein Schmuckstück geworden“, so Heiko Freels. Unterm Ahornbaum wurde gemütlich gefeiert. Und auch Passanten freuten sich über die Jazzmusik, über eine Wurst vom Grill und eine Portion selbst gemachten Salat.
