Rastede - Der Präsident des Vereins Rasteder Musiktage, Torsten Wilters, sorgt sich um die Zukunft der Traditionsveranstaltung. In seiner Rede am Sonnabend beim Empfang auf Schloss Rastede sagte er, dass es in den vergangenen Jahren stets Geld vom Land Niedersachsen gab, mit dem die Hälfte der Kosten getragen werden konnte, die beim Besuch ausländischer Musikgruppen bei den Rasteder Musiktagen entstehen. Diese Förderung sei jedoch ersatzlos gestrichen worden, nur für dieses Jahr habe man noch eine Ausnahmezahlung erhalten, weil die Musiktage ihren 60. Geburtstag feiern. Wilters: „Ich weiß nicht, wie wir das jetzt wuppen sollen.“
Zum Empfang auf Schloss Rastede hatte Christian Herzog von Oldenburg, Schirmherr der Musiktage, eingeladen. Als Gast war der Präsident des Niedersächsischen Landtags, Bernd Busemann, dabei. Mit Blick auf die gestrichene Förderung und die nun bewilligte Ausnahmezahlung machte er Wilters’ Hoffnung: „Es sollte möglich sein, auch für die kommenden Jahre Wege zu finden.“
Christian Herzog von Oldenburg erinnerte in seiner Ansprache daran, dass zunächst seine Großvater 15 Jahre und dann sein Vater 44 Jahre Schirmherr der Musiktage war. „Ich war auch als Kleiner schon hier“, sagte von Oldenburg. Es sei für ihn eine große Ehre die Tradition nun fortzuführen.
Das Leitwort der Musiktage „Brücken bauen über Grenzen hinweg“, das schon sein Großvater mitgeprägt habe, habe noch immer seine Gültigkeit, sagte von Oldenburg. „Es gibt viele neue Auseinandersetzungen auf der Welt, die Richtung Deutschland wandern.“
Bürgermeister Dieter von Essen erinnerte an die Anfänge der Musiktage, die mit dem Besuch einer niederländischen Kapelle begonnen hatten. Im Laufe der Jahre seien inzwischen 31 Nationen in Rastede gewesen. „Es ist schön, wie sich die Menschen begegnen und aufeinander zu gehen.“
