Barßel - Die Freunde des plattdeutschen Theaters dürfen sich schon jetzt auf das neue Stück der Laienspielgruppe der Kolpingfamilie Barßel freuen. Aufgeführt wird das plattdeutsche Lustspiel „Drei Weiber und ein Gockel“ von Erich Koch und Marlies Dieckhof erstmals am 31. März.
Allerdings hat die Gruppe dem Stück den plattdeutschen Titel „Dree Frolü un een Gockel“ verpaßt. „Das paßt besser zu uns“, sagt Akteur Georg Hoffbuhr. Damit das Stück auf authentisch für die Besucher rüberkommt, ist eine wunderbare und zum Stück passenden Kulisse enorm wichtig. „Der erste Eindruck ist wichtig.“
Unsichtbar für Publikum
Auch das Auge will etwas sehen“, sagt Hoffbuhr. Ganz wichtige Leute in der Theatergruppe sind daher die Bühnenbauer, die hinter den Kulissen des ganzen Geschehens ihre Arbeit leisten. Sozusagen unsichtbar für das Publikum.
„Das ist ein sehr wichtiges Team. Für jede Inszenierung gilt es, ein ansprechendes, technisch funktionierendes und sicheres Bühnenbild zu erstellen“, sagt Laiendarsteller Georg Hoffbuhr.
Bei der Barßeler Truppe arbeiten Regie und Bühnenbauer eng zusammen. „Es ist dabei immer wieder großartig zu sehen, zu welchen Leistungen das Team der Bühnenbauer fähig ist und was für wunderbare Bühnenbilder jedes Mal gezaubert werden“, sagt Spielleiterin Monika Böhning. Für die Schauspieler sei es nach Wochen des Einlesens sehr wichtig, dass auf der Bühne, vor der Kulisse geprobt und geübt werden könne. „Dann macht das Spiel erst richtig Spaß“, berichtet Hoffbuhr.
Die Theatergruppe Barßel kann dabei auf ein altbewährtes Team zurückblicken. So kann beispielsweise Josef Kreke auf eine 30-jährige Tätigkeit als „Kulissenschieber“ zurückblicken. „Ich bin schon von der ersten Stunde an dabei. In den Anfangsjahren haben wir die Kulissen noch in der Fahrradwerkstatt von Hans Hibben in der Vikariestraße zusammengebaut. Damals waren es noch schwere Holzgerüste“, blickt Kreke zurück. „Dann musste die ganze Geschichte auch noch in das Schulzentrum transportiert werden“, erinnert er sich weiter.
Heute werden sämtliche Materialien auf dem Boden im Schulzentrum gelagert. „Das macht den Aufbau einfacher. Das Grundgerüst steht schon nach einem Tag. Danach wird an den Details gefeilscht“, sagt der erfahrene Kulissenbauer.
Für die Schauspieler sei es wichtig, dass etwa sechs Wochen vor der ersten Aufführung die Bühne zum Üben zur Verfügung steht. „Die Darsteller können sich schon auf die Umgebung und einzelne Laufwege auf der Bühne einstellen. So können sie auch ihre Spielweise definieren“, sagt der Laiendarsteller Hoffbuhr.
Künstlerische Energie
Die Requisiten besorgt sich die Theatergruppe selbst. Erst der Abend der Premiere zeigt durch die Reaktionen vom Publikum und die Kritik nach der Aufführung, wie gut die künstlerische Energie in das Bühnenbild eingeflossen ist und ob sie ihre Wirkung tatsächlich entfalten kann.
