OHRWEGE - Der Nutztierpark Ammerland in Ohrwege ist nicht nur Heimat alter Haus- und Nutztierrassen, sondern bietet den Besuchern auch Kunstausstellungen an. Diese Woche stellen hier im Rahmen des „Künstlersommers“ Antje Teichmann aus Rastede und Werner Meier aus Oldenburg einige ihrer Kunstwerke aus.

Vor drei Jahren öffneten Wolfgang und Andrea Sindermann ihr rund fünf Hektar großes Areal als Nutztierpark für die Öffentlichkeit. Vom Aussterben bedrohte Haustiere wie die Thüringer Waldziege oder die Lippe-Gans werden hier ebenso gehalten wie Schafe und die unterschiedlichsten Rassen von Schweinen. Um möglichst viele Menschen aller Altersstufen anzusprechen, wird in diesem Jahr erstmals der „Künstlersommer“ initiiert. In der Zeit von Juni bis September stellen hier die unterschiedlichsten Künstler ihre Arbeiten und Werke aus; die Palette reicht von Ölbildern und Aquarellen über Skulpturen bis hin zu Metallarbeiten.

Bis zum kommenden Sonntag sind im eigens errichteten Ausstellungsraum die Kunstwerke von Antje Teichmann und Werner Meier zu sehen. Während die Künstlerin Fotografien und Ölbilder in Spachteltechnik vorstellt, präsentiert der Oldenburger Künstler einige aus Öl, Acryl und in Mischtechnik gearbeitete Bilder. Zwei Materialbilder ergänzen seine Ausstellung.

Beide Kunstschaffenden halten es für eine gute Idee, in der eher ungewohnten Umgebung eines Nutztierparks ihre Abeiten zu präsentieren. Die Parkbesucher könnten nicht nur alte Haustierrassen begutachten, sondern auch künstlerische Arbeiten. Das, was gezeigt werde, könnten die jeweiligen Aussteller selbst zusammenstellen.

Und auch für Wolfgang Sindermann ist die Verbindung „Kunst und Tierpark“ nicht abwegig. Die hier lebenden seltenen Haustierrassen seien ein Kulturgut, das es zu erhalten gelte. Und Kultur habe immer einen Bezug zur Kunst. Gleichzeitig sollten mit dem „Künstlersommer“ auch kunstinteressierte Menschen angesprochen werden, die möglicherweise noch nicht im Nutztierpark waren.

Bis September wird es im Nutztierpark Ammerland in Ohrwege noch weitere Ausstellungen geben. Und sollte das Wetter es zulassen, werden auch einige Künstler demonstrieren, wie ihre Arbeiten entstehen. Für das kommende Jahr solle es, so heißt es, wieder einen thematischen Schwerpunkt geben.