Ganderkesee - Als es am Sonnabend um 8 Uhr schüttete wie aus Eimern, war sich Fritz Witte vom Orts- und Heimatverein (OHV) Ganderkesee noch sicher: „Das wird nichts.“ Die alljährliche Pflege des Hügelgrabes werde wohl ins Wasser fallen. Aber denkste. Um 8.45 Uhr klarte es auf – und um 9 Uhr waren 13 einsatzbereite Männer mit Gartengeräten vor Ort, um das idyllische Gelände an der Straße Am Hexenberg wieder in Schuss zu bringen.
Im Bereich des Ganderkeseer Flugplatzes, so sagte Witte, habe es bis 1876 noch 31 Grabhügel aus der Bronzezeit gegeben. Einer davon sei 1969 geöffnet worden. Darin seien Hinweise auf eine Baumsargbestattung entdeckt worden. „Von dem sich am Boden abzeichnenden Leichenschatten hat man einen Lackabzug gemacht, der im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Oldenburg ausgestellt ist.“
Das Gelände mit dem anderen Grabhügel, etwa 3000 Quadratmeter groß, befindet sich im Besitz der Gemeinde Ganderkesee und des OHV. Es war 1976 erworben worden, auch mit Hilfe von Spenden von Ganderkeseer Bürgern. Das Areal wurde anschließend komplett durch eine Wallhecke eingefasst, später neu bepflanzt.
Seit vielen Jahren rücken Freiwillige des OHV jeweils Ende September aus, um das (von der Gemeinde gemähte) Anwesen zu pflegen. Fritz Witte koordiniert diese Arbeiten. Als Dankeschön gibt es anschließend ein kleines Frühstück für alle.
Übrigens: Neben dem Hügelgrab hat der OHV zwei weitere Bereiche unter seine Obhut genommen. So kümmern sich die Mitglieder um eine Streuobstwiese an der Wegespinne Birkenheide (Koordinator: Eckhard Eifler) und das Ehrenmal (Udo Herrmann).
