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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Mehr als ein Schiff wird kommen

07.07.2018

Oldenburg Armin A. Angert ist eine Doppelbegabung: Er spielt ein Instrument und er malt. Er veranstaltet Konzerte und Ausstellungen in der nordwestlichsten Ecke der Bundesrepublik, doch Malen ist sein Beruf. Dass seine Musikalität auch in der Malerei Ausdruck findet, lässt sich auch in der Ausgewogenheit der Farbgebung und in der verhaltenen Rhythmik etwa der Wellen in einzelnen Bildern erkennen.

Gern mit Horizont

Nach der Schulzeit wurde Angert dann Lehrling bei einem Malermeister. Überraschend schnell erwarb er selbst den Meistertitel. Während seiner Ausbildung entdeckte er seine Lust am Malen von Bildern. In Frankfurt boten sich Möglichkeiten, sich in der freien Malerei bei anderen Handwerksmeistern und bei Künstlern weiterzubilden. Wichtig war für Angerts Entwicklung auch die permanente Übung von verschiedenen Techniken. Vor allem schaute er sich die Werke vergangener Jahrhunderte an – aus Renaissance und Barock.

Sein Blick fiel dabei auch auf die Antike, auf die pompejanische Malerei. Er reiste zum Vesuv, besuchte Museen und notierte die Schritte dieser Kunst, um sie für eigene Wandgestaltungen zu nutzen. In der Praxis kann er mit Motiven ganzer Parklandschaften kahle Hauswände verwandeln.

Diese Fähigkeit zur Imitation wird nun in diesem Monat in der Schau der Oldenburger NWZ-Galerie auf das Abmalen von Vorlagen beschränkt, wie im Bild selbst oft festgehalten wird. Was Angert in den Arbeiten aus den letzten zehn Jahre zeigt, sind einerseits Schiffsbilder, andererseits Landschaften, bevorzugt vom Rheiderland, das aus großer Entfernung als schmale Linie am Horizont erscheint, scheinbar ausgeliefert dem zuweilen mächtigen Wetter.

Hübsche Dampfer

Dieses Wetter braut sich über den Schiffen zusammen, aber der Künstler zeigt in dieser Auswahl keine dramatischen Szenen. In einigen Darstellungen reißt das Wolkenmeer auf und gibt der Sonne Raum. Das Wesentliche an den Bildern ist aber die Genauigkeit, mit der Angert die Details der Schiffe wiedergegeben hat, ob das nun kriegerische Schiffe des 17. und 18. Jahrhunderts sind, die nur in wenigen Museen an der Nord- oder Ostsee noch zu finden sind, oder Containerschiffe und Tanker, die im Hamburger Hafen angelegt haben oder auf hoher See einander begegnen.

Der Künstler vermeidet dramatische Szenen, und in dieser Bilderauswahl ist der Wellengang gemäßigt. Nur bei einem Viermaster scheint der Wind etwas heftiger geweht zu haben, wie die Wogen andeuten. Aber das Schiff kann dem Druck widerstehen.

Am Beispiel eines großen Passagierschiffes deutet Angert eine Geschichte an: Der Dampfer trug einmal den Namen des bekannten Hamburger Reeders Albert Ballin. Nach seinem Tod und dem Verkauf in die USA wurde der Name gewechselt: Jetzt heißt das Schiff schlicht „Hansa“.

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