OLDENBURG - OLDENBURG - „In jedem Nest im Nordwesten der USA steht ein Denkmal von Meriwether Lewis und William Clark. Die kennt dort jedes Kind“, sagt Dr. Hartmut Wiesner, Dozent der Uni Oldenburg. Die Offiziere Lewis und Clark haben vor 200 Jahren als Erste den mittleren amerikanischen Kontinent durchquert. Ihre Expedition bereitete die Ausdehnung der US-amerikanischen Bevölkerung in den Nordwesten vor.
Eine Ausstellung im Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch, die von drei Lehrenden und acht Studenten der Uni Oldenburg ausgerichtet wird, soll die Reise der Entdecker von der Präriebis nach Seattle am Pazifik nachzeichnen. Sie trägt den Titel „Mit dem Boot über die Rocky Mountains“, beginnt am Sonnabend, 10. Dezember, und endet am 12. Februar 2006.
„Lewis und Clark waren autodidaktische Genies“, so Wiesner. Ihre zweijährige Expedition startete 1804. Sie machten Landkarten und Aufzeichnungen zu unbekannten Pflanzen und Tieren, gewannen Informationen über Sprachen und Lebensgewohnheiten von Indianern.
Im April begaben sich die Oldenburger auf Spurensuche. Zwölf Tage lang führte sie ihre 4000 Kilometer lange Reise in zwei Bullis zu Museen und Gedenkstätten. Sie sammelten Materialien über die zwei amerikanischen Helden, machten Fotografien, malten Bilder und schrieben ihre individuellen Eindrücke nieder.
Auf den 700 Quadratmetern Ausstellungsfläche sind außerdem ausgestopfte Bisons, Grizzlybären und Wölfe, ein zehn Meter langer Bootnachbau, Musketen und rituelle indianische Figuren zu sehen. Öffnungszeiten: Di-Do. 9 bis 17 Uhr, Fr. 9 - 15 Uhr, Sa./So. 10-17 Uhr.
Infos auch unter www.uni-oldenburg.de/lewisundclark-ausstellung
