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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Ausstellung: Götter respektvoll herausgefordert

11.01.2020

Oldenburg Die rhetorische Brücke über den breiten Fluss war eher schmal, und nicht jeder habe sich sofort getraut, sie zu überqueren, räumt Dr. Anna Heinze ein, Kuratorin der viel beachteten Ausstellung „Götter und Helden“, die im Oldenburger Augusteum noch bis zum 2. Februar zu sehen ist. In der Mitte dieser virtuellen Brücke, welche die Mythologische Malerei im Barock mit der Gegenwart verbinden soll, befindet sich der Hinweis „feat. Michael Ramsauer“, was „fiedschering“ ausgesprochen wird, und üblicherweise in der Unterhaltungsindustrie das aktive Zutun eines Künstlers zu einem Musikstück dokumentieren soll, ohne den das Gesamtwerk nicht möglich gewesen wäre. Drei Wochen vor Ende der Ausstellung des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg lässt sich feststellen: Botschaft angekommen, Brücke überquert, Experiment geglückt!

Tradierte Sichtweisen aufzulösen, war eine Intention dieser Ausstellung. Für dieses tollkühne Vorhaben musste Kuratorin Heinze selbst mit einem Grundsatz brechen: „Nie mit einem lebenden Künstler zu arbeiten.“

Für Ramsauer machte sie eine Ausnahme, weil sie dessen bedingungslose Hinwendung zu den Alten Meistern begeisterte, die dieser schon als junger Maler demonstrierte. „Seine mythologischen Gemälde haben nichts Zeitgei-stiges, nichts Modisches an sich“, schwärmt die Kuratorin. Dafür haben man sich vor rund anderthalb Jahren kommunikativ wie konzeptionell angenähert und schließlich gemeinsam das Projekt umgesetzt. „Einzigartig!“, schwärmt sie, und ist noch immer fasziniert von Resultat und hohem Wirkungsgrad.

Die Begeisterung beruht spürbar auf Gegenseitigkeit. „Ich bin sehr dankbar, dass ich gefragt wurde, und vor allem für die wunderbare Zusammenarbeit“, bestätigt Michael Ramsauer. Mit 16 ist der gebürtige Oldenburger erstmals im Augusteum gewesen, 2004 durfte er hier zum ersten Mal seine Bilder zeigen. Diese Schau ist für den Maler eine besondere Heimkehr.

Dank des intensiven Studiums vor den Meisterwerken verfügt Ramsauer heute über ein umfangreiches künstlerisches Vokabular. Er ist bestens vertraut mit „seinen“ Helden und Göttern der Antike. In seiner eigenen Formen- und Bildsprache steht er nun den Vorbildern kaum nach. Die Gegenüberstellung der Alten und des Jungen Meisters löst die Jahrhunderte mühelos auf. „Featuring Michael Ramsauer“ lässt die Besucher auf der Brücke reibungslos hin und her wechseln.

Michael Ramsauerwurde 1970 in Oldenburg geboren. Nach dem Studium der Kunstgeschichte und Klassischen Archäologie in Kiel studierte er Malerei an der HfK Bremen. Ramsauer erhielt im Jahr 2004 den Förderpreis Malerei der Kulturstiftung der „Öffentlichen“ und war 2009 Gast im „art-in-residence“-Atelier im Auswärtigen Amt in Berlin.

Die Ausstellung„Götter und Helden – Mythologische Malerei im Barock und heute feat. Michael Ramsauer“ ist noch bis zum 2. Februar im Augusteum, Elisabethstraße 1, in Oldenburg zu sehen. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr


     www.landesmuseum-ol.de 
Oliver Schulz Leitender Redakteur / Redaktion Kultur/Medien
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