OLDENBURG - Begeistert klatscht und tanzt das Publikum zum Rhythmus der Musik. Die Stimmung ist ausgelassen. Mit „Dieser Abend ist ein Geschenk für uns“, eröffnen Die 3 von der Tankstelle und Monteure ihren Auftritt. „Ede hat uns wieder zusammen geführt. Danke!“

Ede Brumund-Rüther war ein Vollblutmusiker. In Oldenburg ist er vor allem wegen seiner langjährigen Tätigkeit als Lehrer an der Musikschule bekannt, doch auch als Mitglied verschiedener Bands bleibt er vielen in Erinnerung. Vor einem Monat starb Brumund-Rüther im Hospiz St.Peter an Krebs. Wie beliebt er war, wurde am Sonnabend bei dem „Konzert für Ede“ im Neuen Gymnasium deutlich.

„Dieses Konzert war sein letztes Projekt“, erzählt Peter Anneken, Organisator des Abends. „Leider konnte er es nicht mehr zu Ende bringen. Darum machen wir das für ihn.“

Brumund-Rüther wollte sich mit dem Konzert beim Hospiz St. Peter für die Pflege bedanken. Darum geht der Erlös dorthin.

Über 100 Musiker und Freiwillige halfen bei der Umsetzung. „Ich kannte Ede gut“, berichtet Nils Bredemeier, Trompeter in der M-Band, in der auch Brumund-Rüther Bass spielte. „Es war selbstverständlich für mich, dass ich hier heute mitspiele.“

Auch im Publikum kannten die meisten den Musiker: „Ich bin selbst Musiker und kannte Ede sehr gut“, erzählt Gerhard Böhm. „Ich bin aus Solidarität hier. Dies ist der Höhepunkt des Gedenkens an ihn.“

Das Publikum zeigte sich begeistert: „Die Vielfalt der Stilrichtungen finde ich ganz wunderbar“, sagt Lilo Piehl. „Für 10 Euro Eintritt ist das toll. Es ist ja auch für einen guten Zweck.“

Auch die Veranstalter waren mehr als zufrieden: „Über 1000 Leute sind heute gekommen“, sagt Anne Brumund-Rüther. „Mein Vater hätte das ganz toll gefunden.“