OLDENBURG - Das Publikum war gemischt – wie das Programm. Doch Akteure wie Besucher der Benefizgala für die Oldenburger Tafel am Sonntagabend im Staatstheater hatten eines gemeinsam: das Vergnügen an dieser Premiere – und am guten Zweck.
Thomas Schulz von der Agentur „Mitunskannmanreden“ hatte die Initiative ergriffen (wofür ihm die Tafel-Vorsitzende Inka Ibendahl kräftig auf die Schultern klopfte). Sein Motto: Oldenburger Künstler spielen für die Oldenburger Tafel. Ob Al-Yasha Anderson oder Promises! Promises!, ob Candy and the Sugarboys oder Funke, ob „Die kleine Jazzmusik“ oder das Spontantheater mit seinen verbindenden Blödeleien: Sie alle hatten so spürbar Spaß am ungewohnten Rahmen, dass der künstlerische Erfolg nach dreieinhalb Stunden außer Frage stand, auch wenn der ökonomische damit nicht Schritt hielt. 310 zahlende Zuhörer (die geschätzte 2500 Euro für die Tafel bringen) lassen noch Luft nach oben für die nächste Runde. Und die, verspricht Thomas Schulz, „gibt es auf jeden Fall.“
Der Programm-Mix setzte mit Wechselspielen sich auf der Bühne fort. Da legte Al-Yasha Anderson die Gitarre beiseite und holte mal eben die drei Ex-Flower-Streetler, die heute unter „Gute Alte Bekannte – Die Kleine Jazzmusik“ als muntere Rentnerband firmieren, auf die Bühne und revanchierte sich bei deren Auftritt. Beides passte.
Für Zugabe-Chöre sorgte der erste öffentliche Auftritt von Candy and the Sugarboys, die nach eigener Einschätzung „älteste Schülerband des Ammerlandes“, mit der sich Oldenburgs Erfolgs-Gastronom Irmin Burdekat einen Kindheitstraum erfüllt hat (die NWZ berichtet). „Gesucht wurden ja Leute, die ohne Gage spielen,“ erklärte Burdekat sein Da-Sein, „aber wir sind die einzigen, die auch noch ihre eigenen Getränke und Butterbrote mitbringen, da haben wir den Job gekriegt.“
