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Betrug Kinderschutz protestiert früh

Sabine Schicke

OLDENBURG - Mit der Mitleidsmasche hatten die Kolonnen des Vereins „Kinder in Not“ und dessen Nachfolgeorganisationen über Jahre auch in der Oldenburger Innenstadt und auf Parkplätzen vor Supermärkten Geld gesammelt. Einmal waren sie gar in rosa Plüschtierkostümen mit ihren Sammeldosen aufgetreten.

Jetzt wurden die Drahtzieher dieser betrügerischen Spendensammlungen in Lüneburg verurteilt. Sie hatten eingeräumt, allein 2007 und 2008 mindestens 116 000 Euro an Spendengeldern gestohlen zu haben (

NWZ

  berichtete).

Ingrid Goertz, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, freut sich darüber, dass es nun endlich ein Gerichtsurteil gegen diese betrügerischen Spendensammler gibt. Sie zählte wie die Elterninitiative krebskranker Kinder zu jenen Engagierten, die schon in den vorausgegangenen Jahren immer wieder bei der Stadt vorstellig geworden waren, wenn die Spendensammler in Oldenburg auftraten. Auch die Verbraucherberatung hatte wiederholt vor den unseriösen Sammlern gewarnt.

Ingrid Goertz war völlig klar, dass die Spenden nicht bei den Kindern ankamen. Außerdem meint sie: „Es fehlt nicht nur das Geld, das veruntreut worden ist, sondern die Spendenbereitschaft der Menschen nimmt natürlich auch ab, wenn sie von solch einem Fall wie diesem hören, wo das Geld nicht bei den Adressaten ankommt.“

Ingrid Goertz, die aufgrund ihres ehrenamtlichen Einsatzes in diesem Jahr auch von der

NWZ

  und der Volksbank als „Oldenburgerin des Jahres“ ausgezeichnet wurde, rät, dass man bei Spenden etwa auf DZI-Spendensiegel achten solle oder auch auf das Ausstellen von Spendenbescheinigungen. Ein weiteres Kriterium ist die Transparenz über das verwendete Geld.
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