OLDENBURG - Entstanden ist der Botanische Garten Oldenburg zur Ergänzung eines Lehrerseminars. Jetzt gilt er als ein Schaufenster der Universität und als beliebte Erholungsstätte.

Von Jürgen Westerhoff

OLDENBURG - Ein Geburtstagsgeschenk der besonderen Art erhält Oldenburgs Botanischer Garten in diesem Sommer zum 125-jährigen Bestehen. Bei der offiziellen Feier am 17. Juni wird dort ein Ableger eines Baumes gepflanzt, von dem lange geglaubt wurde, er sei bereits seit 65 Millionen Jahren ausgestorben.

Die „Wollemia nobilis“ war eigentlich nur als Versteinerung bekannt – und wurde 1994 westlich von Sydney in einem kleinen Tal der „Blauen Berge“ entdeckt, das bis heute streng geheim gehalten wird. Prof. Dr. Peter Janiesch, Direktor des Botanischen Gartens, ist glücklich, dass er nun einen Ableger dieser Rarität pflanzen kann.

Das umfangreiche Programm zum Jubiläumsjahr des Gartens beginnt bereits am kommenden Freitag mit einer Maskennacht, zu der etwa 160 Maskenträger erwartet werden. Von Juni bis August wird ein Gewächshaus in der Oldenburger Innenstadt über den Botanischen Garten informieren, während vom 9. bis 17. Juni im Rahmen der bundesweiten Woche der Botanischen Gärten das zentrale Jubiläumsprogramm stattfindet. Dazu zählt das Angebot an Schulen, den Botanischen Garten als außerschulischen Lernort zu entdecken.

Beim offiziellen Festtag am 17. Juni werden unter anderem fossile Baumstämme aus dem Braunkohletagebau präsentiert.

Am 8. Juli organisiert die Stadt Oldenburg einen Sondertag im Rahmen der Aktion „Traumgärten der Stadt Oldenburg“ – ergänzt durch Musik und Theater.

Bevor ein Gartenfest des Fördervereins am 25. August das Gartenjahr beschließt, wird es Nachtöffnungen des Tropenhauses zur Blüte der Riesen-Seerose „Victoria cruciana“ mit ihrem Blattdurchmesser von 1,50 bis 1,80 Meter geben.

Begonnen hat die Geschichte des Botanischen Gartens 1882, zunächst als Seminargarten des Großherzoglichen Schulseminars. 1916 wurde er zu einem Botanischen Garten mit biologischen und systematischen Abteilungen erweitert, 1930 entstand die erste Vogelvoliere.

Auf die heutige Größe von 3,7 Hektar wurde der Garten 1950 erweitert. Seit 1976 ist er mit mehr als 5000 Pflanzenarten ein Schaufenster der Universität Oldenburg.

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