OLDENBURG/BREMEN - Die Rüstungsruine des U-Boot-Bunkers „Valentin“ in Bremen-Nord soll nach dem Abzug der Bundeswehr für die Erinnerungsarbeit genutzt werden. Der Bunker ist der größte jemals in Deutschland gebaute U-Boot-Bunker und der zweitgrößte in Europa.

Schätzungen gehen davon aus, dass auf der Baustelle des riesigen U-Boot-Hafens während der Nazi-Zeit täglich fast 10 000 Menschen zumeist zwangsweise gearbeitet haben. Die Lager für die Zwangsarbeiter befanden sich größtenteils auf niedersächsischem Gebiet, in der heutigen Gemeinde Schwanewede.

Inzwischen hat der Bremer Senat Gelder genehmigt, um eine Gedenkstättenkonzeption ausarbeiten zu lassen. Auch der Bund stellte eine finanzielle Unterstützung der künftigen Erinnerungsarbeit in Aussicht.

Nachdem sich bereits vor zwei Jahren ein Symposium im Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch mit der Frage beschäftigt hatte, wie gleichzeitig Natur bewahrt und Erinnerung gestaltet werden kann, haben jetzt der Geograph Professor Dr. Dietrich Hagen und die Historikerin Dr. Katharina Hoffmann ein Buch über die damaligen Beiträge vorgestellt.

Es geht darin sowohl um die Geschichte des Bauprojektes als auch um die damit verbundenen Veränderungen in der Landschaft. Der Band ist im Museum und im Buchhandel erhältlich.