OLDENBURG/BREMEN - „Blendende Virtuosität und gewaltige Kraft“ attestierte die „Times“ dem russischen Pianisten Boris Berezovsky (39) nach seinem Debut in der Londoner Wigmore Hall 1988. Als „Pianisten der verfeinerten Klangsinnlichkeit und Eleganz, der großen, atemverschlagenden Entwicklungen“ wertete ihn diese Zeitung bei seinem Gastspiel in Wilhelmshaven 2003.
Auch bei den „Oldenburger Musikfreunden“ (VMO) sorgte der Moskauer Künstler bereits für Furore, und Arte widmete ihm dieser Tage gar eine eigene Fernsehsendung.
Jetzt kommt Berezovsky – als Solist in Chopins Klavierkonzert Nr. 1 – wieder nach Oldenburg, mit einem der Top-Klangkörper Berlins, dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin (RSB). Unter der Leitung von Marek Janowski spielt das Orchester außerdem Werke von Richard Strauss (Tondichtung „Don Juan“ op. 20) und Johannes Brahms (2. Sinfonie D-Dur op. 73).
Mit dem Gastspiel in der Oldenburger EWE-Arena (17. September, 20 Uhr) setzt das Musikfest Bremen seine Kontakte und Aktivitäten in der Region fort. EWE-Geschäftsbereichsleiter Alwin Schlörmann, der mit Musikfest-Intendant Professor Thomas Albert das Gastspiel vorgestellt hat, unterstrich die Partnerschaft beider Institutionen, die es ermögliche, „hochkarätige Ereignisse in der Region bezahlbar“ zu machen.
Das Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin habe sich in den vergangenen Jahren, in der Hauptstadt wie auch bei Tourneen, eine Spitzenstellung erobert, erklärte Musikfest-Chef Albert. Die Nachfrage nach internationalen Gastspielen sei so groß wie nie in der über 80-jährigen Geschichte des Orchesters, das „1923 aus der allerersten Sendestunde des öffentlichen deutschen Rundfunks hervorging“.
In Berlin hat das Orchester – unter den Rundfunkorchestern das älteste der Zunft und schon früh mit prominenten Dirigentennamen verbunden – im Konzerthaus am Gendarmenmarkt sein Zuhause, aber auch in der Philharmonie. In seiner Arbeit ist es dem Deutschlandradio assoziiert. Seit 2002 hat der aus Warschau stammende polnische Dirigent Marek Janowski (69), früher Musikchef am Opernhaus Monte Carlo, die künstlerische Leitung des Orchesters. Dessen Rang wird durch viele Auszeichnungen (darunter Preis der Deutschen Schallplattenkritik) dokumentiert.
Karten: 0421/36 36 36
Infos: www.musikfest-bremen.de
