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Buchveröffentlichung Auf Streifzug durch Oldenburg

Mirja Zipfel

OLDENBURG - Fragt man Touristen, was das Oldenburger Stadtbild auszeichnet, fallen mit zu 100prozentiger Wahrscheinlichkeit Begriffe wie Schloss, Lambertikirche oder Staatstheater – Gebäude, die als architektonisch-wertvoll zu bezeichnen sind, weil sie für das Denken von Menschen stehen und Zeitgeist einer Epoche sind.

Vorher Fotoausstellung

Aber entsprechen diese Gebäude automatisch auch dem, was charakteristisch ist für Oldenburg? Nein, meint Architekt Holm Kleinmann. Die bauliche Identität einer Stadt lasse sich nicht an der Schönheit und Menge ihrer Sehenswürdigkeiten messen. Vor einem Jahr hat der Professor der Jade Hochschule, 30 Kollegen gebeten, einen Ort, Platz oder Raum auszuwählen, der ihrer Meinung nach etwas über das Wesen der Stadt aussagt. Angesprochen wurden unter anderem Alexis Angelis, Andreas Oevermann oder Lutz Beckmann. Zusammengekommen sind auf diese Weise 30 unterschiedliche und individuelle Textbeiträge, die jeweils mit einem passenden Bild unterlegt wurden. „Hier spür’ ich Dich, Du Oldenburg“ lautete der Titel einer Fotoausstellung, in der Kleinmann die Ansichten im August 2011 der Öffentlichkeit zugänglich machte. Sieben Monate später ist das gleichnamige Buch veröffentlicht worden. Verleger Florian Isensee ist davon überzeugt, dass es vor allem dem Oldenburg-Kenner völlig neue Perspektiven auf seine Heimatstadt bietet: „Es sind weniger die Einzelbilder, als die Gesamtschau, die fasziniert.“

Essenz über Stadt

Der Leser wird zu einem Streifzug durch die Stadt eingeladen: Herbertgang, Doktorsklappe, Laboratorium oder Autobahn gehören zu jenen Orten, an denen die Autoren ein Stück Identität aufgespürt haben. Erstaunlich fanden sowohl Verleger als auch Architekt, dass ein städtebauliches Charakteristikum, nämlich die Oldenburger Hundehütte, nicht in der Häufigkeit erwähnt wird, wie sie es im Vorfeld erwartet hatten.

Doch lässt sich überhaupt eine Kernaussage, eine Art Essenz, über Oldenburg formulieren? „Schwierig“, grübelt Florian Isensee. „Ich glaube, die Bilder machen deutlich, dass es eine grüne Stadt ist, in der Wasser eine wichtige Rolle spielt“, antwortet Holm Kleinmann.

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