OLDENBURG - OLDENBURG - „Aus einem am Anfang verrückten Traum ist Wirklichkeit geworden“, so beschreibt Ute Winsemann die Reise des Oldenburger Chores Bundschuh plus. Der Chor war auf einer 17-tägigen Reise quer durch Chile unterwegs. Und alle teilnehmer waren begeistert: „Spannend, aber anders als erwartet“, so die Stimmen.
Vor über einem Jahr war der Chor mitten in den Proben für das Oratorium „Canto General“ des griechischen Komponisten Mikis Theodorakis, das auf dem gleichnamigen Hauptwerk des chilenischen Dichters Pablo Neruda beruht. „Damit müsst ihr nach Chile“, fand der Oldenburger Payo Orellana, einer der Europa-Repräsentanten der Mapuche, der größten indigenen Minderheit in Chile.
Und die rund 70 Mitglieder des Chores folgten dem Ruf nach Chile. In Santiago gab es das erste Konzert. Vor 10 000 Menschen sang der Chor dort auf dem Platz vor dem Palacio de la Moneda, dem chilenischen Regierungsgebäude.
„Das war das erste Mal, dass sich die Mapuche-Indianer auf dem Plaza de la Constitución aufhalten durften“, so Ute Winsemann vom Vorstand des Chores. „Ein wichtiges Zeichen für die Indianer.“
Ein zweites Konzert gab es dann in der Stadt Temuco, in der der chilenische Dichter Neruda aufwuchs.
Mit dabei waren auch Sänger aus Frankreich und den USA und eine sechsköpfige Schlagzeuggruppe der Universidad de Chile in Santiago.
Natürlich wurde nicht nur gesungen, sondern auch Land und Leute kennen gelernt. „Die Texte Nerudas handeln von Chile“, sagt Robert Brüll, musikalischer Leiter des Chores. „Wenn man durch Chile fährt, weiß man erst so richtig, was man da singt.“
Wer noch mehr erfahren und den Chor auch gleich live erleben möchte, sollte am Sonnabend, 25. November, ab 19.30 Uhr in die Kulturetage zur Gala der Oldenburgischen Aidshilfe kommen.
