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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Rhapsodie aus tausendfachem Gesumm

21.06.2018

Oldenburg /Emden /Buitenpost Mit einem Konzert der besonderen Art wollen Wissenschaftler und Naturfreunde in Oldenburg an diesem Donnerstag (20 Uhr) auf das Bienensterben aufmerksam machen. Gleichzeitig mit Akteuren aus dem niederländischen Buitenpost und aus Emden planen sie zum Sommeranfang die Uraufführung einer Komposition aus Bienengeräuschen. Die „Bumblebee Rhapsodie“ sei von den australischen Klangkünstlern Jon Drummond und Nigel Helyer erdacht worden, sagt Andrea Lübben von der Geschäftsstelle des Botanischen Gartens der Uni in Oldenburg.

Nach den Worten von Helyer beinhaltet das Werk den Klang von zwei Bienennestern, die mit Mikrofonen und Datensensoren ausgestattet seien. So seien Geräusche vom Inneren des Nests hörbar und auch Bienen, die das Nest anfliegen und wieder verlassen. Die Daten und Töne würden in Klavierklänge übertragen und durch ein Computer-System gemischt. Außerdem hätten die Initiatoren Aufnahmen aus den Bienenstöcken genutzt, um eine breite Palette von musikalischen Klängen zu erzeugen.

Das Publikum habe dadurch die Möglichkeit zu erleben, wie es sich in einer großen Bienen-Stadt anhöre, sagt Helyer. „Wir hoffen, das diese einmalige Erfahrung die Vorstellungskraft und Neugier fördert.“ Besucher sollten angeregt werden, über die schwerwiegenden ökologischen Probleme nachzudenken. Diese übten Druck auf die Insekten aus, von deren Bestäubung der Pflanzen alle Menschen abhängig seien.

Über Großbildschirme wird die Veranstaltung an die jeweils anderen Standorte live übertragen. Drei Orchester führen das Stück simultan auf, zentral dirigiert aus Buitenpost. So spielt in Oldenburg das studentische Ensemble „Europäische Blasmusik“ unter Leitung von Peter Vollhardt auf der großen Wiese des Botanischen Gartens.

Das Konzert ist Teil des deutsch-niederländischen Kooperationsprojektes „Silence Of The Bees“, das sich grenzüberschreitend für den Schutz von Bienen einsetzt. Das Vorhaben startete im Sommer 2017 und wird bis Ende 2020 mit rund 850 000 Euro von der EU gefördert. An dem Konzert sind neben dem Botanischen Garten in Oldenburg der Botanische Garten De Kruidhof in Buitenpost und das Ökowerk Emden beteiligt.

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