OLDENBURG - OLDENBURG - Sachen gibt’s: Ein gebürtiger Perser dreht in Nicaragua einen Oldenburg-Film. Der Werkstattfilm-Chef Ali Zahedi wird bei seiner neuen Produktion ganz international: Er ist soeben von einem dreiwöchigen Aufenthalt in dem mittelamerikanischen Land zurückgekehrt, wo er fünf Oldenburger besucht hat, die an mehreren Projekten (Schule, Umwelt, Frauen, Bibliotheken) im Bereich des Ortes San Francisco Libre mitarbeiten.

„Ich hatte schon länger vor, etwas über das Engagement von Oldenburgern im Ausland zu machen“, erzählt Ali Zahedi nach der Rückkehr aus Mittelamerika. „Und mit Hilfe des Oldenburger Nicaragua-Vereins ist der Kontakt zu den Leuten vor Ort geknüpft worden.“

Der Einsatz (und die Spendenbereitschaft) von Oldenburger Bürgern habe zum Beispiel dafür gesorgt, dass rund 100 Kinder Stipendien erhalten konnten für einen Schulbesuch. Fasziniert war Zahedi allerdings auch von einem landwirtschaftlichen Projekt, bei dem es um die Zucht von Bienen und um Leguane geht. „Als Mittagessen probiert habe ich diese Tiere allerdings nicht“, grinst der Oldenburger Regisseur.

Bei zum Teil brütender Hitze haben Zahedi und seine Mitreisenden rund 30 Stunden Filmmaterial aufgenommen, das jetzt erst einmal gesichtet und geordnet wird. „Zwei Filme sollen daraus entstehen“, kündigt Zahedi an, „einer über den Alltag in Nicaragua, und einer über die Spuren, die Oldenburger in diesem Land hinterlassen.“

Gezeigt werden die Aufnahmen öffentlich erst ab September im Kulturzentrum PFL, zudem können sich Schulklassen beim Verein Werkstattfilm für eine Vorstellung melden (Tel. 121 80).