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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Tribute für Oscarpreisträger Keith Carradine

29.08.2018

Oldenburg Er hat einen Oscar gewonnen – allerdings nicht für eine seiner vielen prägnanten Rollen in Hollywood-Filmen, etwa in Alan Rudolphs „Willkommen in LA“ und Louis Malles „Pretty Baby“. Carradine wird vom 12. bis zum 16. September in Oldenburg zu Gast sein. Zu der Europapremiere von „Ray Meets Helen“, seiner insgesamt sechsten Zusammenarbeit mit Alan Rudolph, gesellen sich drei seiner Klassiker, die er hier dem Publikum vorstellen wird. Neben Robert Altmans „Nashville“ werden Ridley Scotts meisterhaftes Regiedebüt „Die Duellisten“ sowie „Trouble In Mind“ von Alan Rudolph zu sehen sein.

Carradine hat Bühnenblut in seinen Adern, seine Familie ist "Hollywood Royalty". Sein Vater war John Carradine, einer von John Fords Lieblingsdarstellern. Sein Halbbruder David wurde als Caine in der Fernsehserie „Kung Fu“ weltberühmt und seine älteste Tochter Martha Plimpton ist eine bekannte und vollendete Darstellerin.

Vampirfilm im Cine K

Kiss of the Damned wird an diesem Dienstag im Oldenburger Cine K gezeigt. Der Vampirfilm von Xan Cassavetes läuft im Vorfeld des Filmfests als eine von sechs Top-Empfehlungen des Filmfest-Chefs Torsten Neumann.

Die Vorstellung beginnt an diesem Dienstag, 28. August, um 20.30 Uhr im Cine k, Bahnhofstraße 11, in 26122 Oldenburg

Torsten Neumann über „Kiss of the Damned“: „Ein Vampirfilm, der sich an den eleganten Vorbildern des europäischen Horrorkinos der 70er Jahre orientiert und nicht auf der seinerzeit (und immer noch) grassierenden Welle der ,PG-13‘-Horrorfilme mitschwimmt, der jugendfreien Horrorstreifen, die im Windschatten von ,Twilight‘ jede Erotik und alle Schockwerte einer teenageraffinen Gewinnmaximierung opfern. Und dann kommt ausgerechnet die Tochter des größten unabhängigen Filmemachers aller Zeiten, John Cassavetes, und dreht einen Film, der das Genre wieder zu einem ,guilty pleasure‘ macht.

Neben seinen Arbeiten für Alan Rudolph in den 80ern spielte er in Walter Hills "Long Riders" und "Die letzten Amerikaner", Samuel Fullers "Straße ohne Wiederkehr" und Simon Callows "Die Ballade vom traurigen Café". Im Fernsehen spielte er Rollen in einigen der besten Serien jüngerer Zeit, darunter in "Dexter" als Special Agent Frank Lundy, als Lou Solverson in "Fargo" und den Präsidenten der USA in "Madam Secretary".

In jeder dieser Rollen lieferte Keith Carradine großartige Performances ab. Er bleibt seinem Anspruch treu, ein Darsteller zu sein. In einem Interview mit der New York Times sagte er 1977: "Die Leute denken, dass ich wirklich ein Schuft bin" und spielte damit augenzwinkernd auf die Schwierigkeit an, seine Rollen von dem Menschen Carradine zu trennen. Ein größeres Kompliment kann man einem Darsteller nicht machen.

Und so ist es eine fast normale Ironie Hollywoods, dass er, obwohl es einen Academy Award sein Eigen nennen darf, für seine eindringliche, subtile Leinwandpräsenz als Schauspieler noch nicht geehrt wurde. Den Oscar gewann er für den besten Song, sein "I’m Easy" aus Altmans "Nashville", mit dem er seine eigene Rolle des Tom Frank noch ein Stück intensiver gemacht hat.

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New York Times | Cine k | Oldenburger Filmfest | Filmfest

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