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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Mächtiger Alarm in den Bergen

03.09.2019

Oldenburg Der Österreicher Hans Sigl hat sich einen Namen als emsiger „Bergdoktor“ gemacht. Er ist als Dr. Martin Gruber geradezu eine Zierde des telegenen Arztberufs und operiert schon mal eine Frau, die selbstredend in ihn verliebt ist, auf der einsamen Skihütte mit den wenigen Sachen, die da so auf einer Skihütte rumliegen.

Seit 2008 verkörpert der Schauspieler, der auch mal für die Bremer Shakespeare Company tätig war, nun diese unterhaltsame Fernsehrolle – entsprechend bekannt ist er dadurch geworden. Dem Oldenburger Filmfestival ist es jetzt gelungen, den Darsteller für einen Besuch zu gewinnen, im Gepäck hat er einen neuen Fernsehfilm.

„Flucht durchs Höllental“ zeigt Sigl einmal nicht als Arzt, sondern diesmal als Münchner Anwalt Burg, einen Witwer mit 17-jähriger, ziemlich renitenter Tochter, die er aber ins Internat abgeschoben hat. Weil die Mafia glaubt, er könnte sie zu einem wichtigen Belastungszeugen bringen, entführen sie kurzerhand Burgs Tochter bei einem Bergurlaub und erpressen ihn.

Auf der Alm

Sigl hat für die Rolle, warum auch immer, etliche Kilos zugelegt. Man sieht, wie schwer es ihm fällt, in den immer steiler werdenden Bergen hinter dem wichtigen Belastungszeugen hinterherzukraxeln, der sich auf einer einsamen Hütte verstecken soll. Der Weg zu dem wichtigen Zeugen führt durchs Höllental, das seinem Namen mit steilen Hängen und reißenden Bächen alle Ehre macht.

Der deutsche Spannungsfilm lebt auch davon, dass Burg selbst mächtig ins Visier der Polizei gerät, weil er verdächtigt wird, die eigene Tochter verletzt zu haben. So wird er als Verfolger des Zeugen selbst verfolgt. Aus der Flucht wird eine Jagd und umgekehrt.

Der Krimi ist mit den erfahrenen Fernseh-Darstellern Marlene Lohse, Christian Redl und Max von Pufendorf in weiteren Rollen routiniert besetzt. Die Kamera bleibt eng an Sigl, sie zeigt, wie er verzweifelt versucht, seine Tochter zu retten. Rasante Landschaftsaufnahmen an der deutsch-österreichischen Grenze, einige blutige Gewalt- und Action-Szenen samt Sprung aus einem Hubschrauber sorgen unter der Regie von Marcus O. Rosenmüller für Aufsehen. Der 90-Minuten-ZDF-Film ist sichtlich besser als mancher „Tatort“ in der ARD – was nicht viel bedeuten muss.

Zeit für Oldenburg

Die ewig dräuende Musik im Hintergrund nervt indes mächtig beim Zusehen. Man sollte zudem wissen, dass der Fernsehfilm bereits in Österreich im Juli zum 50. Geburtstag von Sigl gezeigt wurde, übrigens auch schon auf einem Festival. Und „Flucht durchs Höllental“ läuft bereits am 23. September um 20.15 Uhr im ZDF.

Warum dann noch Oldenburg? Ein Grund ist natürlich, dass Sigl gerade Zeit hat, nach Oldenburg zu kommen – was ja tatsächlich auch schon was ist.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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