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GÄRTNERHAUS Stadt bekommt Schlossgarten-Museum

Thomas Husmann Oldenburg

OLDENBURG - Die Stadt bekommt ein neues Museum: Im Hochparterre des Schlossgärtnerhauses werden im Zuge der Sanierung zwei Ausstellungsräume eingerichtet. Darin sollen historische Pläne, Fotos, aber auch Möbel aus dem Bestand des Museums im Schloss ausgestellt werden, erläutert Friedhelm Seier, Leitender Baudirektor des Staatlichen Baumanagements Ems-Weser.

193 000 Euro investiert das Land Niedersachsen. „Die Pläne sind mit dem Kulturministerium abgestimmt“, sagt Seier. Schlossgartenleiterin Trixi Stalling zieht ins Obergeschoss des Hauses und darf die Terrasse sowie den Küchengarten privat nutzen.

Saniert wird das Gebäude nach historischem Vorbild. Einige Wände werden versetzt, Durchbrüche geschaffen. Der Wohn-/Bürobereich der Schlossgartenchefin wird durch eine Glaswand vom Museumsteil des Hauses getrennt. Das Projekt soll im Frühjahr 2008 – rechtzeitig zum 200-jährigen Bestehen des Schlossgartens – abgeschlossen sein.

Auch das benachbarte Schauhaus im Schlossgarten wird saniert. 150 000 Euro stellt das Land Niedersachsen dafür zur Verfügung. Von dem Geld wird, so Baudirektor Seier, die Verglasung des Hauses erneuert. Das Traggerüst werde nach historischem Vorbild verstärkt oder ausgetauscht, die Einfachverglasung durch eine Isolierverglasung ersetzt. Auch die Technik des Schauhauses werde in Teilen ersetzt.

Baubeginn ist bereits im August, im Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein – rechtzeitig vor den ersten Nachtfrösten, die die empfindlichen Pflanzen nicht überstehen würden.

Auf der Wunschliste von Schlossgartenchefin Trixi Stalling stehen ferner ein neues Aquarium, eine Wand aus Vulkangestein, ein kleiner Wasserfall, eine neue Gießwasserversorgung, Bewässerungs- und Vernebelungsanlage, Lautsprecher, Videoüberwachung sowie Netze in den Lüftungsschächten. Zusammengerechnet 90 000 Euro wären dafür nochmal fällig, Schmetterlinge könnten dann durch das Schauhaus fliegen.

Zur Finanzierung sind Spenden- und Sponsorengelder notwendig. Jeweils sonntags am 8. und 15. Juli finden Benefiz-Abendessen für 250 Euro pro Person im Teehaus des Gartens statt. Das Menü stammt von Tafelfreuden, Anmeldungen sind unter Tel. 955 89 57 möglich.

Die Geschichte des Schauhauses

Peter Friedrich Ludwig

genehmigte 1817 den Bau des Teepavillons mit angrenzender Orangerie.

Von 1823 bis 1824

wurden die angrenzenden Gewächshauser als Camelien- und Warmhaus gebaut.

Bis 1891

wurde der Gebäudekomplex mehrfach umgebaut, die Orangerie diente danach als Wintergarten.

1891

stockte man den südlichen Flügel des Wintergartens auf.

Bis 1976

erfolgten mehrere Umbauten. Auf dieses Jahr datiert auch die letzte vom Staatshochbauamt in Auftrag gegebene Sanierung.

Die Geschichte

des Schlossgartens beginnt 1808. Aufgrund der französischen Okkupation ruhten die Arbeiten von 1811 bis 1813. Als der Herzog aus dem Exil zurückkehrte, musste er feststellen, dass der Garten zerstört bzw. verwildert war und die Arbeiten von neuem aufgenommen werden mussten. Dieses Vorhaben wurde 1814 angegangen, nunmehr unter der Leitung von Julius Friedrich Wilhelm Bosse. Nach Abschluss der Geländeanhebungen wurden 1819 die Entwürfe für einen Pavillon umgesetzt.
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