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Garten Wenig Arbeit für grüne Oase

Sebastian Schult

OLDENBURG - Aus einem schlichten Garten eine grüne Oase zu zaubern: Mit dieser Aufgabenstellung im Kopf betritt Lutz Haferkamp das Grundstück von Irmgard Loebering in Wechloy. Doch beim ersten Anblick der insgesamt 945 Quadratmeter findet der Gartenexperte zunächst kaum Kritikpunkte. „Das Gelände ist abgeschirmt und sehr gepflegt, es blüht viel, das ist wunderbar“, schwärmt er. Schnell steht deshalb fest: Am Gesamtcharakter soll sich hier nichts ändern.

Der allein stehenden Seniorin, die bei der

NWZ

 -Gartenaktion ein Treffen mit dem Experten gewonnen hatte, bereiten jedoch zwei Dinge Probleme: „Ich schaffe es nicht mehr, den Teich zu pflegen, und die Terrasse muss erneuert werden“, sagt die 68-Jährige. Seit dem Tod ihres Mannes vor sechs Jahren lebt sie allein auf dem üppigen Grundstück. Sie bekennt: „Eigentlich ist der Garten zu groß für mein Alter.“

Deshalb rät Haferkamp zu einem Sinneswechsel: „Es muss nicht alles unkrautfrei sein.“ Beispielsweise sei das Hochbeet neben dem Teich eben „naturnah“ – also nie ganz von Unkraut zu befreien. Schön sei es dennoch.

Beim Hochbeet sieht der Experte noch einen weiteren Vorteil: Bei der Pflanzenpflege muss sich die Seniorin nicht bücken, kann es sich zudem auf der umgebenden Mauer bequem machen.

In einem sind sich beide einig: Die Terrasse muss erneuert werden. Der aus Holz gearbeitete Untergrund ist bei Regen rutschig und gefährlich. Haferkamp rät stattdessen zu Bockhorner Klinkersteinen, aufgelockert mit etwas Naturstein. Dazu Blockstufen, damit der Gang von der Terrasse auf den niedrigeren Rasen für die Seniorin sicherer wird.

Wasser in Gärten befürwortet Haferkamp. Dennoch stellt er beim Anblick des Teiches sofort fest: „Der ist nicht zu retten.“ Durch ein Loch in der Folie ist der Wasserstand viel zu niedrig, der anliegende Holzsteg völlig marode. Auch das ist gefährlich. Haferkamp empfiehlt der Seniorin, den Teich zuschütten zu lassen und dafür die Rasenfläche zu vergrößern.

Seine Zustimmung findet die Sitzgelegenheit unter Bäumen: „Die hat etwas Lauschiges.“ Die Masse der umliegenden Pflanzen sei jedoch zu groß. „Hier wurde schon vor zehn Jahren versäumt, alles zu verjüngen und zu lichten“, stellt der Fachmann fest.

Das Fazit fällt ihm am Ende der Begehung jedoch leicht: Zum Traumgarten fehlt auf diesem Grundstück nicht viel.

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