OLDENBURG - OLDENBURG/LR - Mit einem umfangreichen Programm begeht Oldenburg den 60. Jahrestag des Kriegsendes am 8. Mai. Die zentrale Gedenkveranstaltung findet am Montag, 2. Mai, um 19 Uhr, in der Lambertikirche statt. Neben Oberbürgermeister Dietmar Schütz wird Dr. habil. Karl-Ludwig Sommer einen Festvortrag mit dem Titel „Verdrängte Vergangenheit – Umkämpfte Erinnerung: Gedanken zum 60. Jahrestag des Kriegsendes in Oldenburg“ halten. Musik gibt es von Tobias Götting und der Capella St. Lamberti. Zum Gedenken an die Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft legt Schütz am Dienstag, 3. Mai, um 11 Uhr einen Kranz am Mahnmal in der Peterstraße nieder.

Vor allem für Schüler bietet das Stadtmuseum am Mittwoch, 4. Mai, um 11.15 Uhr die Veranstaltung „Das Kriegsende in Oldenburg“ an. Nach einem Vortrag von Dr. Joachim Tautz lesen Schüler der Helene-Lange-Schule aus Zeitzeugenberichten.

Ein öffentliches Symposion wird sich vom 2. bis 4. Juni im PFL mit dem Thema „Ein Jahrhundert sudetendeutsche völkische Bewegung“ befassen. Es diskutieren Wissenschaftler aus Tschechien, den USA, Frankreich, England und Deutschland. Begleitend findet bereits im Bibliothekssaal der Uni dienstags die Vorlesungsreihe „Die Vertreibung – 60 Jahre deutsches Erinnern“ (10 Uhr) und die Spielfilmreihe „1945 im historischen Spielfilm“ (18 Uhr) statt. Darüber hinaus werden in drei szenischen Lesungen am 18. und 26. Mai und am 2. Juni, jeweils 20 Uhr, wenig bekannte Erinnerungen an die Vertreibung ins Gedächtnis gerufen. Diese Veranstaltungen im PFL werden musikalisch begleitet durch den Pianisten Werner Barho, die bildnerische Gestaltung stammt von Nils Mönkemeier.

Der Verein Werkstattfilm bietet im PFL mit einer Reihe von Dokumentarfilmen, einer Diaschau und einem Stadtspaziergang die Möglichkeit, sich über die Zeit vor und nach der Befreiung zu informieren. Unter dem Motto „Unsere Geschichte – Unsere Erinnerung“ wird ein Stück schmerzhafter und teilweise verdrängter Oldenburger Geschichte wieder lebendig. Am Donnerstag, 12. Mai, 11 Uhr, eröffnet die Uni in ihrer Bibliothek am Uhlhornsweg eine Ecke, in der sich die Besucher über den Namensgeber der Universität, Carl von Ossietzky, informieren können.

Das Programmheft mit vielen weiteren Veranstaltungen liegt an zahlreichen Stellen in der Stadt aus. Interessierte können es unter Tel. 04 41/ 235-24 09 anfordern.

Programm im Internet unter

www.oldenburg.de/kriegsende