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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Viel mehr als nur die Frau an seiner Seite

16.02.2019

Oldenburg /Hamburg Was war sie nicht alles: Schriftstellerin, Botanikerin, Naturschützerin, Lehrerin. Und, ach ja, auch Kanzlergattin.

Keine andere Frau eines Bundeskanzlers hat sich so gut aus der bloß schmückenden Rolle an Kanzlers Seite befreit wie Loki Schmidt (1919–2010). „Ein Jahr mit Loki“ nennt Sachbuchautor Lothar Frenz (52) sein schönes Buch über eine besondere Frau, ein Buch, das auf Gesprächen im letzten Lebensjahr von Loki Schmidt beruht. Anlass der Treffen war das „Naturbuch für Neugierige“, das die beiden gemeinsam verfasst haben.

Im Laufe der Unterhaltungen wurde offenbar alles aufgetischt, was Leben und Werk von Loki Schmidt, geborene Glaser, bereithält: ihre Herkunft aus ärmsten Hamburger Verhältnissen, ihr so unbedingtes Streben nach Bildung und Glück, die nicht immer leichte Ehe mit ihrem berühmten Gatten Helmut Schmidt (1918–2015) und der von ihr selbstbewusst geführte Kampf um Natur und Naturschutz. In Loki Schmidts Biografie spiegelt sich so oder so das 20. Jahrhundert mit Höhen und Tiefen.

Lothar Frenz, Biologe und Journalist, versteht es, die genossene Nähe zu Loki Schmidt zu einem persönlichen Porträt werden zu lassen, ohne in Lobhudelei zu verfallen. In einem angenehm lesbaren Stil, ohne sich ins Zentrum zu stellen, weiß er manche Anekdote einzustreuen und Besonderes auf den Punkt zu bringen. Dazu gehört die durch Loki Schmidt gepflegte alveolare Zungenstellung. Wunderbar beherrschte sie den Hamburger „s-pitzen Stein“. Klönen und Schnacken waren von ihr häufig gebrauchte Wörter, auch plietsch und tüddelig kamen mal vor.

Natürlich gibt es auch nachdenklich machende Passagen. Etwa jene, in denen Loki Schmidt ihr Unverständnis darüber äußert, wie wenig manche heutzutage die Möglichkeit zur Bildung und Weiterbildung annehmen – Möglichkeiten, die ihre Generation zum Teil gar nicht hatte.

Dr. Reinhard Tschapke Redaktionsleitung / Kulturredaktion
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