Oldenburg/Hamburg - Die beeindruckende Multimedia-Reportage „Die Akte Högel“ wurde am Samstag in Hamburg mit dem Nannen-Preis als beste Dokumentation ausgezeichnet. Nominiert in der Kategorie „Dokumentation“ waren neben Krogmann und Ahlers Laura Meschede vom Süddeutsche Zeitung Magazin mit der Dokumentation „Die Mensch-Maschine“, sowie die Autoren Hannes Munzinger, Mauritius Much, Frederik Obermaier, Bastian Obermayer, Holger Stark, Fritz Zimmermann von „Die Zeit“ und Süddeutscher Zeitung für die Dokumentation „Daphne-Projekt: Wer hat sie umgebracht?“.
Preisgekrönt: die Multimedia-Reportage „Die Akte Högel“
Der Nannen-Preis gilt als eine der bedeutendsten Auszeichnungen für Journalisten in Deutschland. Mit ihm werden seit 2005 herausragende journalistische Leistungen in Wort und Bild geehrt. Der Nannen-Preis will Qualitätsjournalismus im deutschsprachigen Raum stärken und die gesellschaftliche Bedeutung von anspruchsvollem Print- und Onlinejournalismus hervorheben. Die Stifter des Preises sind das Magazin STERN und das Verlagshaus Gruner + Jahr. Die Unabhängigkeit der Auszeichnung wird durch ein aufwendiges Sichtungsverfahren und namhafte Jurys, der Journalisten, Autoren, Chefredakteure und Fotografen nahezu aller großen Verlage Deutschlands angehören, gewährleistet.
„Allein die Nominierung war schon eine absolute Ehre – jetzt den Preis nach Oldenburg zu holen, ist unfassbar und fühlt sich noch etwas unwirklich an“, sagte Christian Ahlers nach der Preisverleihung. „Es ist zugleich Ansporn, mit vollem Einsatz weiterzumachen. Denn klar ist auch: Der Fall Högel wird unsere Region noch sehr lange beschäftigen.“ Krogmann ergänzte: „Die Auszeichnung bestätigt, dass auch lokale Medien engagierten und anspruchsvollen Journalismus bieten.“ Die „Akte Högel“ werde auf jeden Fall fortgesetzt.
Für das Gespann Krogmann und Ahlers ist es gemeinsam die zweite bedeutende Auszeichnung. Für ihre Multimedia-Reportage „Dangast – Das gespaltene Dorf“ erhielten sie bereits den Deutschen Lokaljournalistenpreis. Krogmann ist außerdem Träger des Theodor-Wolff-Preises.
Die Nannen-Preisträger 2019
Reportage/Egon-Erwin-Kisch-Preis: Bastian Berbner (Süddeutsche Zeitung Magazin) für „Ich und der ganz andere“
Dokumentation: Karsten Krogmann und Christian Ahlers (“NWZ Online“) für „Die Akte Högel“
Investigative Leistung: Pascale Müller und Stefania Prandi (buzzfeed.com und „Correctiv“) für „Vergewaltigt auf Europas Feldern“
Lokale Investigative Leistung: Oliver Schmetz und Stephan Mohne (“Aachener Zeitung“) für „Teure Bande: Die dubiosen Gehälter von Personalräten“
Web-Projekt: Katharina Brunner, Sabrina Ebitsch, Sebastian Gierke und Martina Schories (sueddeutsche.de) für „Das gespaltene Parlament“
Reportage-Fotografie: James Nachtwey (“Stern“) über die die zunehmende Anzahl an Opioid-Vergiftungen in den USA
Inszenierte Fotografie: Stephan Vanfleteren (“mare“) für „Wie stellst du dir deine Zukunft vor?“
