OLDENBURG/HANNOVER - „Großartig“ oder „fantastisch“ waren die Worte, mit denen Beteiligte das Ereignis feierten - die sensationelle Rückkehr des Gemäldes „Knabe mit Vogel“ von Ernst Ludwig Kirchner nach Oldenburg.

Das Bild entstand 1918. 1930 wurde das knapp ein Meter hohe und 70 Zentimeter breite Gemälde vom Landesmuseum erworben. Die Nationalsozialisten beschlagnahmten es 1937 in Oldenburg, weil es in ihren verengten Augen „entartete Kunst“ darstellte. Das Bild wurde verkauft, wechselte mehrmals den Besitzer. Nun hat es das Land Niedersachsen zurückerworben, um es dauerhaft dem Landesmuseum zur Verfügung zu stellen.

Es sei sehr selten, so Landesmuseumsleiter Bernd Küster, dass beschlagnahmte Bilder wieder auftauchen. Die Rückkehr des Gemäldes in die alte Sammlung sei ein „kulturelles Großereignis“. Der Preis für den Wiedererwerb des Gemäldes ist geheim – eine Bedingung der letzten Besitzerin. Ein anderes Kirchner-Gemälde hatte bei einer Auktion vor einem Jahr in New York zwölf Millionen Euro gebracht.

Am 5. Dezember wird das Bild offiziell im Prinzenpalais in Anwesenheit von Niedersachsens Kultur-Minister Lutz Stratmann (CDU) vorgestellt.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der Wochenendausgabe Ihrer NWZ.