OLDENBURG - Internationale Begegnungen bereichern das Leben, besonders wenn man sich gemeinsam für ein humanitäres Ziel einsetzt: Diese Erfahrung machten Anna Wagner (16), Lea Marcks (15), Christopher Schneider (16) und Timo Panitz (15) – vier Jugendliche von der Hauptschule Kreyenbrück. Die Schüler renovierten mit einer Abordnung des Rotary-Clubs Oldenburg in der Nähe von Satu Mare (Rumänien) ein Haus der Caritas, in dem behinderte Menschen Zuflucht finden.
Am Donnerstag stellte Rotary-Präsident Jörg Waskönig, dessen Frau Claudia Waskönig-Pedaci als Architektin für Planung und Umsetzung ehrenamtlich verantwortlich zeichnete, das Projekt in der Kreyenbrücker Schule vor.
Sechs Tonnen Material wurden für den Umbau nach Rumänien transportiert. An der Renovierung beteiligten sich vier Nationen: Außer den Oldenburgern, zu denen auch Barbara und Dr. Martin Gutsche zählten, packten Mitglieder der Rotary-Clubs Soissons, Hoogezand-Sappemeer und Satu Mare zu.
Wie Anna, Lea, Christopher und Timo berichten, war die Verständigung kein Problem. Ihnen hat es gut gefallen, in der gemischten Gruppe zu arbeiten, in die auch die behinderten Menschen integriert wurden. Die Jugendlichen sprachen Englisch miteinander. Man habe sich auch mit Händen und Füßen verständigt. Der Kontakt soll nicht abreißen.
„Wir konnten uns vorher gar nicht vorstellen, wie arm die Menschen dort sind“, erzählen alle und haben eine neue Perspektive gewonnen. Die Landschaft hat allen gut gefallen. Und die Erwachsenen lernten die Rumänen auch schätzen, berichtet Jörg Waskönig. Jetzt wollen die Rotarier beim Glühweinverkauf in der Adventszeit noch die Finanzierung des ganzen Projekts stemmen.
