OLDENBURG/HUDE/GANDERKESEE - Warum ihr Schlagzeug-Ensemble den Namen „Piccolo Percussion“ führt, ist eine Frage, die Matthias Kelemen ungern beantwortet. „Da frag’ mal unseren Lehrer!“, schnaubt der 16-Jährige und fügt an: „So piccolo klein sind wir nicht mehr.“ Die fünf Oldenburger sind musikalisch sogar ziemlich groß, wie sie zum Abschluss des Preisträgerkonzertes beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ im Kleinen Haus eindringlich nachweisen.
Überhaupt ist der Wettbewerb erwachsen geworden. Das betrifft sowohl seine Dimension als auch seine Qualität. Die Fertigkeiten von 130 Jungen und Mädchen wurden von der Jury streng bewertet. Die Preisträger fahren mit ernsthaften Chancen zum Landeswettbewerb Ende Februar nach Hannover.
Wie sie zur Musik gekommen sind? „Ich habe mal ein Orchester gehört, und da fand ich Geiger einfach toll“, erzählt die acht Jahre alt Katharina Borchers aus Delmenhorst über ihr Aha-Erlebnis. Bei Lena Henriette Bröning aus Ganderkesee war der Weg noch kürzer: Die Mutter ist Musiklehrerin. Und trotz hörbaren Talentes reizt die Neunjährige vorerst keine Solistenkarriere: „In einer Gruppe macht es einfach mehr Spaß.“
„Geigenspiel als Beruf“ können sich Julian Marji aus Oldenburg und Julian Kirch aus Hude „eher nicht vorstellen.“ Es gebe eben andere Interessen.
